Hier erhalten Sie einen Überblick zu den Veranstaltungen von 2026:
Donnerstag, 14. Mai bis Sonntag 17. Mai 2026
Solothurn und Weissenstein - Karst, Kalkstein und Eiszeitspuren
4 tägige Geologische Kurzreise mit Wanderungen
Die Weissenstein-Kette im Schweizer Jura ist ein beliebtes Wandergebiet. Zu Fuß oder per Kabinenbahn gut erreichbar, eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten: Der Botanische Garten liegt unmittelbar bei der Bergstation und bequeme Wanderwege - bei entsprechendem Wetter mit Alpensicht - führen zum weithin bekannten Berggasthof Hinterweissenstein. Aber Solothurn hat noch viel mehr zu bieten: Neben der schmucken Altstadt gibt es hier ein kleines, aber feines Naturkundemuseum. Ein ausführlicher Besuch rundet das Programm ab. Dort erfahren Sie mehr über die zahlreichen Fossilfunde aus der Umgebung von Solothurn. Ergänzend erhalten Sie auf einem geologischen Stadtrundgang Informationen zu den Bausteinen. Unterhalb des Weissensteins liegt eine bekannte Fundstelle für Saurierspuren (Abbildung), die ebenfalls im Rahmen dieser Studienreise auf einer kurzen Wanderung aufgesucht wird. Der Wallisgletscher (Rhônegletscher) hat das Mittelland noch in der letzten Eiszeit beherrscht - zahlreiche Findlinge zeugen auch heute noch davon. Im Verlauf der Studienreise sehen Sie einen der größten Findlinge der Schweiz in der Nähe von Aeschi und besuchen den Findlingsgarten bei Grenchen. Botanische Anmerkungen ergänzen das geologische Rahmenprogramm.
Mittwoch, 06. Mai bis Dienstag, 12. Mai 2026
Avignon, Lubéron und Haute Provence - Bunte Felsen und tiefe Schluchten
7 tägige geologische Entdeckungsreise mit kleinen Wanderungen
Nach der Anfahrt über das Rhônetal ist das erste Quartier dieser Reise in Avignon - bekannt durch das Brückentorso sowie als zeitweise mittelalterliche Papstresidenz. Je nach Ankunft reicht es für einen ersten Stadtrundgang. Am Folgetag steht die bekannte Karstquelle Fontaine-de-Vaucluse auf dem Programm, bevor es nach Nachmittag zurück nach Avignon geht. Dort haben Sie Gelegenheit zu einer selbstständigen Stadtbesichtigung. Am nächsten Morgen geht es in die "bunten Dörfer" des Lubéron. Bei Roussillon steht eine etwa 2h Wanderung auf dem Programm, in deren Verlauf Sie bizarre bunte Felsformationen sehen werden. Anschließend führt die Fahrt in die Haute Provence nach Castellane. Das Standquartier dort ist ein kleines, privat geführtes Hotel in unmittelbarer Nähe der Altstadt mit landestypischer Küche. Von hier starten in den Folgetagen die Tagesausflüge zu bemerkenswerten geologischen, botanischen und kulturellen Zielen. Ein Höhepunkt ist dabei ohne Zweifel die ausführliche Rundfahrt durch die Verdon-Schlucht mit verschiedenen Haltepunkten und einem kurzen Aufenthalt im malerischen Moustiers-Sainte-Marie. Weitere Ausflüge gehen in das Gebiet zwischen Barrême mit seinem kleinen Museum, Annot mit seinem historischen Sandsteinabbau und Entrevaux. Diese kleine Festungsstadt zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Lage aus. Doch auch in der unmittelbaren Umgebung von Castellane gibt es mit einer Wanderung zu einer Fossilfundstelle mit fossilen Seekühen und dem nahe gelegenen Aussichtspunkt Le Roc (Abbildung) lohnenswerte Ziele. Ein Besuch auf dem Wochenmarkt in Castellane rundet das Programm ab. Ein letzter Höhepunkt ist auf der Rückreise ein Halt am Durance-Durchbruch in Sisteron. Auf PlantNet können Sie einige botanische Beobachtungen vergangener Studienreisen in dieses Gebiet einsehen (https://identify.plantnet.org/de/groups/52578138052/). Ein paar Bildimpressionen von der Reise finden Sie hier.
Donnerstag, 23. April bis Donnerstag, 30. April 2026
NEU: Katalonien
Barcelona, Montserrat, Vulkane der Garrotxa und Salzbergbau in Cardona
8 tägige geologische Studienreise mit Wanderungen
Start- und Endpunkt dieser neuen Studienreise ist Barcelona. Der erste Teil findet in der stolzen und quirligen Hauptstadt der Autonomen Region Katalonien statt. Sie besuchen die klassischen Ziele wie die Sagrada Familia oder den Park Güell. Allerdings gibt es noch viel mehr zu sehen: das Jugenstilkrankenhaus Santa Pau, die wunderschöne Aussicht vom Montjuic auf die Stadt, die eindrucksvolle Kirche Santa Maria del Mar und natürlich geologische Anmerkungen zu den Bau- und Fassadensteinen ... Im Vorfeld der Reise werden Ihre Interessen abgefragt, damit Sie an einem freien Tag die gewünschten Museen aufsuchen können (Reservierung ist ratsam). Im Anschluss führt ein Ausflug in den gut eine Fahrstunde nördlich von Barcelona gelegenen Gebirgsstock des Montserrats (Abbildung). Eine kleine Wanderung vervollständigt den dortigen Aufenthalt. Im weiteren Verlauf der Reise folgt ein Aufenthalt in der Vulkanregion Garrotxa, ein in ganz Spanien beliebtes Wandergebiet. Hier gibt es verschiedene kleinere Wanderungen auf den Spuren des Vulkanismus, der große Ähnlichkeiten mit der Eifel aufweist und ebenso wie dieser an einen Ast der Mitteleuropäischen Riftzone gebunden ist. Der Salzabbau im Gebiet von Cardona und ein Besuch der mittelalterlichen Stadt Vic sind ebenfalls Teil des Reiseprogramms. Neben der Besichtigung kleiner Landstädte wie Olot und Besalù (mit schönen Beispielen zum ländlichen katalonischen Jugendstil) erfolgen ergänzende botanische Hinweise.
Sonntag, 19. April 2026
Tagesexkursion: Vulkane im Hegau
Die Vulkanlandschaft Hegau mit ihren zahlreichen charakteristischen Kegelbergen ist das Ziel dieser Tagesexkursion. Nach einem Landschaftsüberblick von der Panoramaterrasse an der A 81 werden verschiedene geologisch bedeutsame Punkte in diesem Gebiet besucht: Die geologische Entwicklungsgeschichte des Hegau und die Entstehung von Deckentuffen, Lapillituffen, Hegaubasalt und Phonolith werden erläutert. Die landschaftsprägende Kraft des eiszeitlichen Rheingletschers ist ebenfalls ein zentraler Punkt dieser Tagesexkursion und wird am Beispiel des Hohentwiel näher erklärt (Abbildung). Auch Georisiken werden am Beispiel des historischen Bergrutsches am Hohenhewen thematisiert. Am Treffpunkt werden Fahrgemeinschaften gebildet, um die Anzahl an Fahrzeugen möglichst gering zu halten, bevor die einzelnen Haltepunkte angesteuert werden. Im Verlauf der Exkursion werden mehrere kürzere Wanderungen durchgeführt.
Samstag, 18. April 2026
Exkursion: Spätnachmittag an der Burg Hohenkllngen bei Stein am Rhein
Die Burg Hohenklingen throhnt über dem Städtchen Stein am Rhein (Kanton Schaffhausen). Allein schon wegen des Panoramas lohnt sich der Besuch auf der Burg. Der Blick schweift auf Stein am Rhein und das gegenüberliegende Thurgauer Seeufer mit den Insel (Abbildung). Und mit etwas Glück ahnen wir auch die Gipfel der Alpen in der Ferne. Vollständig renoviert, sind in der Burg Hohenklingen heute ein Restaurant und ein frei zugängliches Burgmuseum untergebracht. Die Bausteine der Burg Hohenklingen und der geologische Aufbau des Schienerbergs werden allgemein verständlich erläutert. Außerdem gehen wir den Zeugnissen der Gletscher der Eiszeit nach, die auch hier mannigfaltige Spuren hinterlassen haben.
Samstag, 18. April 2026
Exkursion: Der Rheinfall bei Neuhausen
Vom Treffpunkt geht es durch den Innenhof von Schloss Dachsen über Treppen (oder mit dem Aufzug) hinunter zum Aussichtspunkt Känzele. Anschließend bringt eine kurze Bootsüberfahrt die Teilnehmenden an das Neuhauser Ufer in den Kanton Schaffhausen (Abbildung). Entlang des Rheinfallbeckens wird von der Entstehung und vom Alter der Wasserfälle die Rede sein, aber auch die Bedeutung des Rheinfalls für die Industriegeschichte dieses Gebiets kommt nicht zu kurz. Beim Gang über die Eisenbahnbrücke wechseln wir wieder auf das Zürcher Ufer, erfahren von den nicht mehr verfolgten Plänen eines Ausbaus des Rheins als Europäische Schifffahrtsstraße und kehren auf einem kurz ansteigenden Weg zurück zum Ausgangspunkt.
Freitag, 17. April 2026
Vortrag: Thurgau, Schaffhausen, Hegau: 40 Millionen Jahre Erdgeschichte in 40 Minuten
(Kooperationsveranstaltung mit dem Museum Eschenz)
Der Vortrag entführt Sie auf eine Zeitreise in die subtropische Savannenlandschaft der Molassezeit mit Flüssen, Seen und Sümpfen. Krokodileier, die in der Bohlinger Schlucht gefunden wurden, sowie Zähne der Säbelzahnkatzen zeugen von einer reichen Fauna, die bei uns längst ausgestorben ist. Auch die Pflanzenwelt war anders als heute. Außerdem erfahren Sie, wie die Vulkane im Hegau entstanden sind und warum diese Landschaft etwas Besonderes ist. Welche Kräfte formten den Untersee? Wie wurde der Rheinfall geschaffen? Alle diese packenden Themen sind Inhalt dieses Vortrages.
Freitag, 17. April 2026
Exkursion: Der Aachtopf - hier tritt das Donauwasser wieder zutage
Zwischen Immendingen und Tuttlingen verschwindet das Donauwasser ganz oder teilweise im verkarsteten Gesteinsuntergrund des Oberjurakalks. Aber wussten Sie auch, warum ein großer Teil des Wassers gerade am Aachtopf wieder austritt und wie lange das Wasser für seine unterirdische Reise benötigt? Welche Untersuchungsmethoden wurden eingesetzt? Was hat es mit dem historisch belegten „Wasserstreit“ auf sich? Erfahren Sie mehr darüber bei einer kleinen Rundwanderung um den Aachtopf, der als Quelle mit der größten Schüttung in Deutschland gilt. Natürlich sprechen wir auch über die Europäische Wasserscheide und besichtigen die großen Dolinen im Stadtwald von Aach und erfahren mehr über die Aktivitäten der Höhlentaucher.
Sonntag, 12. April 2026
Exkursion: Kalktufflandschaft Wiesaztal
(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)
Das heutige Naherholungsgebiet Oberes Wiesaztal ("Gönninger Seen") war noch vor weniger als 50 Jahren ein Gebiet, in dem intensiver Natursteinabbau betrieben wurde, denn die weiches Süßwasserkalk-Abscheidungen ("Kalktuffe") waren begehrte Bausteine (z. B. Rathaus Gönningen, Amtsgericht Reutlingen uvm.). Die Abbauspuren sind auch heute noch deutlich erkennbar. Vor einigen Jahren wurde ein kürzlich überarbeiteter Themenweg angelegt, der aus Anlass der Exkursion teilweise begangen und kommentiert wird. Auch Künstler schätzen das Farbenspiel der Gönninger Seen, wie das Bild der Reutlinger Künstlerin Renate Gaisser zeigt (Abbildung).
Samstag, 11. April 2026
Exkursion: Pfaffenhofen - Weißer Steinbruch
(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe)
Hier wurde Stubensandstein als Baumaterial abgebaut. Dieser Sandstein aus der Keuperzeit ist in weiten Teilen Nordwürttembergs verbreitet und seit dem Mittelalter ein bedeutender Baustein für Kirchen, Rathäuser usw. Das leicht zu Sand zu vermahlende Gestein wurde auch bei der Mörtelherstellung sowie als Streu- und Scheuersand für Straßen oder die Holzböden der Wohnstuben (daher kommt der Name!) genutzt. Der Stubensandstein enthält lokal geringe Mengen an Gold, wobei die Ausbeute für einen wirtschaftlichen Abbau zu gering war. Ein Landschaftspanorama vom Aussichtspunkt unterhalb des Steinbruchs rundet die Exkursion ab.
Donnerstag, 09. April 2026
Museumsführung: Die Versteinerungen der Schwäbischen Alb und ihr Weltruhm
(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)
Jeder kennt die Ammoniten und Belemniten von der Schwäbischen Alb. Doch das Meer der Jurazeit hatte noch ganz andere Lebensräume zu bieten: Meereskrokodile, Ichthyosaurier, Seelilien (trotz des Namens handelt es sich dabei um Tiere!) und zahlreiche andere Funde sind von der Schwäbischen Alb bekannt. Viele dieser Fossilien weisen auf ein im Vergleich mit heute anderes Klima während der Jurazeit hin. So sind es vor allem die Korallen und Schwämme, die für den Aufbau der Riffe der Jurazeit auf der Schwäbischen Alb verantwortlich sind. Zur Bildung von Riffen sind aber ganz bestimmte klimatische Voraussetzungen als heute notwendig! Tauchen Sie ein in die subtropischen Meere der Alb der Jurazeit!
Montag, 23. März bis Dienstag, 31. März 2026
Unbekanntes Andalusien - Costa de la Luz zwischen Gibraltar und Cádiz
9 tägige geokulturelle Studienreise mit kleinen Wanderungen
Die Schwerpunkte der Reise sind die alte Hafenstadt Cádiz und die unmittelbare Umgebung, die Küste bei Tarifa und Gibraltar sowie die Korkeichenwälder zwischen Gibraltar und Ronda. Zum einen werden die geologische Situation der Stadt Cádiz und die bedeutsamen archäologischen Funde vergleichend betrachtet und auf einem ausführlichen Stadtrundgang erkundet. Zum anderen werden die ehemals bedeutsamen Salinen der Umgebung aufgesucht - mit etwas Glück lassen sich dort neben der Salzflora auch einige Flamingos und andere Wasservögel beobachten. Ein Besuch in Jerez de la Frontera führt in die für ihre Araberpferde bekannte Königlich-Spanische Reitschule, und auf Wunsch ist auch Zeit für eine kleine Sherryverkostung. Daneben steht auch die von einem Tsunami im Jahr 1755 heimgesuchte Küste um das Kap Trafalgar auf dem Programm. Bei Tarifa blicken Sie auf das Mittelmeer und den Atlantik. Von einem Aussichtspunkt grüßt die nordafrikanische Küste und in der Ferne schimmern die weißen Häuser der spanischen Enklave Ceuta. Beim Besuch der britischen Kronkolonie Gibraltar liegt der Schwerpunkt auf dem Naturpark abseits des Touristenrummels. Dort erwartet die Teilnehmenden eine grandiose Aussicht und eine artenreiche Vegetation. Die Korkeichenwälder rund um das Quartier in Jiména de la Frontera bieten eine Vielzahl kleinerer Wandermöglichkeiten und gelten in Spanien als botanisches Schatzkästchen. Auch ein Besuch in der imposanten Karstlandschaft El Torcal (Abbildung) sowie der Dolmen bei Antequera findet statt. Die aus der Literatur und Geschichte berühmte Brücke von Ronda wird ebenfalls aufgesucht.
Auf PlantNet können Sie einige botanische Beobachtungen zur Studienreise einsehen (https://identify.plantnet.org/de/groups/52578138052/).
Eine Bildauswahl zu dieser Reise finden Sie hier.
Samstag, 14. Februar bis Samstag, 21. Februar 2026
Côte d'Azur und Camargue
Mimosenblüte, rote Steine und Flamingos
8 tägige geokulturelle Studienreise mit kleinen Wanderungen
Während es in Deutschland und in der Schweiz vielleicht noch nasskalt ist oder möglicherweise sogar Schnee liegt, zeigt die Mittelmeersonne an der Côte d'Azur schon mehr Kraft und die ersten Blüten zeugen vom hier bald beginnenden Frühjahr. Die Anfahrt an die Côte d'Azur bei Nizza und Menton erfolgt mit einer Zwischenübernachtung in Sisteron. Der Fluss Durance durchbricht hier in einer eindrucksvollen Klus die hoch aufragenden Kalksteinfelsen. Am nächsten Tag geht es entlang der "Route Napoléon" an die Côte d'Azur. In den Folgetagen geht es teils an der Küste entlang, teils mit Abstechern in das vulkanisch geprägte Hinterland des Maures-Esterrel Massivs nach Westen. Stationen unterwegs sind bekannte Städte und im Sommer völlig überlaufenen Orte wie Antibes, Cannes, Saint Tropez und Hyères-les-Palmiers. Dort ist der botanische Garten eine Besichtigung wert. Sofern die Schiffe bereits fahren, ist ein Besuch der Insel Porquerolles vorgesehen (Die gesamte Insel ist ein botanisch-geologisches Schutzgebiet). Über den malerischen Küstenabschnitt der Calanques geht es zum Abschluss an Marseille vorbei nach Arles. Ein Tagesausflug führt in die Camargue, in der sich zu dieser Zeit noch zahlreiche hier überwinternde Vögel aufhalten. Auch die Stadt Arles ist ein Besuch wert - die Gegend war bei Malern zeitweise sehr beliebt - so fand Vincent van Gogh hier zahlreiche Motive für seine Bilder. Ein Stadtrundgang mit zusätzlichen geologischen Anmerkungen ist Teil des Programms. Von Arles aus beginnt die Rückfahrt durch das Rhônetal nordwärts nach Deutschland.
Sonntag, 08. Februar 2026
Geologischer Stadtspaziergang in Reutlingen
(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)
Wer sich ein wenig mit Bausteinen in Reutlingen beschäftigt, der kennt die Bedeutung von Schilfsandstein (die Abbildung zeigt die Fassade des Naturkundemuseums, dessen Türstöcke aus diesem Gestein angefertigt wurden), Stubensandstein und "Kalktuff" für das Reutlinger Stadtbild. Doch das betrifft nur die historischen Gebäude. Seit dem Zweiten Weltkrieg findet man in unseren Städten eine Vielzahl anderer Gesteine, die oft genug nicht einmal aus Europa kommen, aber wegen ihres Preises und wegen ihrer Beständigkeit geschätzt werden. Bei einem Rundgang in der Innenstadt von Reutlingen werden eine Reihe von Beispielen historischer und neuerer Bau- und Fassadensteine gezeigt.
Donnerstag, 05. Februar 2026
Museumsführung: Meteoritenkrater in Südwestdeutschland
(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)
Auf der Ostalb gibt es mit dem Steinheimer Becken und dem Nördlinger Ries zwei Gebiete, die schon lange das Interesse der Geologen auf sich zogen. Verschiedene Deutungen und Vermutungen auf vulkanische Entstehung wurden aufgestellt, aber als Einschlagskrater von Himmelskörper wurden sie erst vor etwa 50 Jahren erkannt - auch wenn dies in der deutschen Gelehrtenwelt zunächst sehr umstritten war. Im Rahmen der Museumsführung wird ein kurzer forschungsgeschichtlicher Überblick gegeben, ferner wird auf besondere Gesteinsausbildungen in beiden Kratern eingegangen und schließlich werden noch andere, bedeutende Meteoritenkrater auf der Welt erwähnt.
Sonntag, 01. Februar 2026
Exkursion: Hier wackelt die Alb - Der Raichberg bei Onstmettingen
(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)
Eine Rundwanderung führt die TeilnehmerInnen vom Nägelehaus auf dem Raichberg zum „Hangenden Stein“ – hier sieht man, dass der Name durchaus seine Berechtigung hat. Die nächste Station ist der Backofenfels. Von hier aus bietet sich ein einmaliger und immer wieder eindrucksvoller Ausblick auf den von der Burg Hohenzollern gekrönten Zollern (Abbildung). Nach einer abschließenden Betrachtung zur Erdbebengefährdung des Gebiets und den Vergleich mit anderen Gebieten in Baden-Württemberg sowie den Konsequenzen einer Erdbebengefährdung für Baumaßnahmen erfolgt die Rückkehr zum Ausgangspunkt. Wer möchte, kann zum Abschluss noch den Raichbergturm besteigen.
Donnerstag, 29. Januar 2026
Museumsführung: Erdbeben in Südwestdeutschland
(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)
Warum gibt es immer wieder Erdbeben auf der Alb? Sind die erloschenen Vulkane daran schuld? Warum häufen sich die Erdbeben in manchen Gebieten? Kann man Erdbeben voraussagen? Fragen über Fragen ... Bei der heutigen Museumsführung wird erklärt, warum es gerade in bestimmten Bereichen der Schwäbischen Alb immer wieder Erdbeben gibt. Die Messmethoden werden ebenso vorgestellt wie das Messtellennetz zur Erdbebenüberwachung. Denn immerhin ist die Schwäbische Alb das seismisch aktivste Gebiet in Mitteleuropa nördlich der Alpen! Es ist daher nur folgerichtig, dass für Baumaßnahmen in bestimmten Gebieten entsprechend Bestimmungen gelten, um die Erdbebensicherheit zu gewährleisten.
Sonntag, 11. Januar 2026
Exkursion: Ofterdingen - Geotop Ammonitenpflaster
(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)
Im Bachbett der Steinlach in der Ortsmitte von Ofterdingen südlich Tübingen ist eine einzigartige Ansammlung von Ammoniten, Muscheln und Austern zu sehen (vgl. Abbildung). Neben der faszinierenden Entstehungsgeschichte dieses heute geschützten Naturdenkmals werden andere bekannte Massenansammlungen von Fossilien im Schwäbischen Jura und die verschiedenen Erklärungsmöglichkeiten angesprochen und die Entstehung des südwestdeutschen Schichtstufenlandes erläutert.
Donnerstag, 08. Januar 2026
Museumsführung: Tropenmeer und Jurakalk - Riffe auf der Schwäbischen Alb
(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)
Jeder kennt die Ammoniten und Belemniten von der Schwäbischen Alb. Doch das Meer der Jurazeit hatte noch ganz andere Lebensräume zu bieten: An manchen Stellen auf der Schwäbischen Alb findet man Fossilien, die im Vergleich zu heute auf ein ganz anderes Klima zur Jurazeit hinweisen: es sind vor allem die Korallen und Schwämme, die für den Aufbau der Riffe der Jurazeit verantwortlich sind. Zur Bildung von Riffen sind aber ganz bestimmte klimatische Voraussetzungen notwendig ... Tauchen Sie ein in die subtropischen Meere der Alb!
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