Hier erhalten Sie einen Überblick zu den Veranstaltungen von 2018:

Sonntag, 02. Dezember 2018: Poesie der Steine - Geologischer Stadtrundgang Reutlingen

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Wer sich ein wenig mit Bausteinen in Reutlingen beschäftigt, der kennt die Bedeutung von Schilfsandstein, Stubensandstein und "Kalktuff" für das Reutlinger Stadtbild. Doch das betrifft nur die historischen Gebäude. Seit dem Zweiten Weltkrieg findet man in unseren Städten eine Vielzahl anderer Gesteine, die oft genug nicht einmal aus Europa kommen, aber wegen ihres Preises und wegen ihrer Beständigkeit geschätzt werden. Bei einem Rundgang in der Innenstadt von Reutlingen werden eine Reihe von Beispielen historischer und neuerer Bau- und Fassadensteine gezeigt.

Donnerstag, 29. November 2018: Gotland - Das Südsee-Eiland in der Ostsee

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Gotland ist eine sonnenverwöhnte Insel in der schwedischen Ostsee und liegt in einer Entfernung von knapp 100 km zur Küste. Altersmäßig gehören alle auf Gotland vorkommenden Gesteine in die Silur-Zeit. Dabei handelt es sich zum überwiegenden Teil und Kalksteine, die mehr oder weniger große Riffkörper aufbauen. Der Fossilreichtum auf Gotland ist einzigartig: neben verschiedenen Korallen, Schwämmen, Brachiopoden, Muscheln, Schnecken und Trilobiten sind auch langgestreckte Cephalopoden (Orthoceraten) anzutreffen. Die Küstenlandschaft mit ihren merkwürdigen, als "Rauker" bezeichneten Felstürmen ist sehr eindrucksvoll. Hinweise zur einer Studienreise 2019 finden Sie hier und eine Bildauswahl zu Gotland sehen Sie hier.

Donnerstag, 29. November 2018: Kalkstein, Tuff und Marmor - Bausteine von der Alb

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Jeder kennt die Schotterwerke auf der Schwäbischen Alb. Sie sind wichtige regionale oder lokale Lieferanten für den Straßen- und Wegebau. Massive Jurakalke werden z. B. als Fensterbänke zugeschnitten, während Massenkalke gelegentlich als Fassadenplatten verwendet werden. Der Böttinger Marmor ist kein Marmor im geologischen Sinn: es handelt sich ebenso wie beim Cannstadter Travertin um einen Quellabsatz warmer, mineralreicher Quellen, deren Bänderung auf einen unterschiedlichen Mineralgehalt (meiset Eisen und/oder Mangang) hinweisen.  Auch der vielzitierte Kalktuff ist natürlich kein Tuff, sondern eigentlich ein poröser Süßwasserkalk. Aber es es gibt noch weitere Natursteine, die für Bauzwecke verwendet werden.

Mittwoch, 21. November – Sonntag, 25. November 2018

ERZ Dresden, Chemnitz und Freiberg

Fossilien, Mineralien und  Gesteine im Erzgebirge

Das Standquartier dieser Studienreise ist ein zentrales Hotel in Dresden Neustadt. In Dresden findet ein geologischer Stadtrundgang statt, aber Sie haben auch Zeit, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Sachsens Hauptstadt selbst zu erkunden. Die alte Silberstadt Freiberg im Sächsischen Erzgebirge mit ihrer bekannten Bergakademie ist ein weiteres Ziel dieser vorweihnachtlichen Studienfahrt. Hier erfolgt ein Besuch der einzigartigen Mineralogischen Schausammlungen in den Gebäuden der Bergakademie Freiberg, die ausführliche Besichtigung der neuen Ausstellung terra mineralia im restaurierten Schloss Freudenberg - ein außergewöhnlicher Rahmen für eine Ausstellung mit kostbaren und eindrucksvollen Exponaten aus einer der größten und bedeutsamsten Mineraliensammlungen der Welt (Abbildung), die Besichtigung des Freiberger Doms und eine Rundfahrt durch den Tharandter Wald. Ferner findet ein Halbtagesausflug nach Chemnitz statt; dort wird das Naturkundemuseum aufgesucht, dessen Hauptattraktion der "Versteinerte Wald" ist. Eine Fahrt in das Elbsandsteingebirge vervollständigt das Programm. Dort werden u.a. die Burg Stolpen mit den spektakulären Basaltsäulen und - sofern zugänglich - der Basteifelsen aufgesucht. Ein gesondertes Faltblatt ist auf Anforderung erhältlich. Ein paar Bildimpressionen von der Reise finden Sie hier.

Sonntag, 11. November 2018: Der Jusi - Wanderung durch einen Vulkanschlot

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Der kahle Bergrücken bei Kohlberg ist in Wirklichkeit einer der über 250 Vulkanschlote des Urach-Kirchheimer Vulkangebietes. Wie kam es zu diesem Vulkanismus? Haben wir heute noch einen Ausbruch zu befürchten? Wie hängt die Erdwärmenutzung im Raum Bad Urach damit zusammen? Der teilweise steile Aufstieg wird durch einen Panorama-Rundblick auf das Vorland der Alb und die Filderebene belohnt. Bei klarem Wetter ist sogar der Fernsehturm bei Stuttgart zu sehen. Botanische Erklärungen ergänzen und vervollständigen diese Führung.

Donnerstag, 08. November 2018: Meteoriteneinschläge in Südwestdeutschland

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Auf der Ostalb gibt es mit dem Steinheimer Becken und dem Nördlinger Ries zwei Gebiete, die schon lange das Interesse der Geologen auf sich zogen. Verschiedene Deutungen und Vermutungen auf vulkanische Entstehung wurden aufgestellt, aber als Einschlagskrater von Himmelskörper wurden sie erst vor etwa 50 Jahren erkannt - auch wenn dies in der deutschen Gelehrtenwelt zunächst sehr umstritten war. Im Rahmen der Museumsführung wird ein kurzer forschungsgeschichtlicher Überblick gegeben, ferner wird auf besondere Gesteinsausbildungen in beiden Kratern eingegangen und schließlich werden noch andere, bedeutende Meteoritenkrater auf der Welt erwähnt.

Samstag, 03. bis Sonntag, 04. November 2018

41. Internationale Freiburger Mineralien- und Fossilientage

(VFMG Bezirksgruppe Freiburg e.V.)

Zum 41. Mal lädt die Bezirksgruppe Freiburg der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie zu den Internationalen Mineralientagen in die Messe Freiburg ein. Auf über 400 m Tischlänge bieten mehr als 80 Aussteller, Amateure und Profis auf mehr als acht Nationen Mineralien, Edelsteine, Fossilien, Meteorite, Schmuck und Sammelzubehör zum Verkauf und zum Tausch an.  

Auch in diesem Jahr erwartet Sie ein umfangreiches Begleitprogramm: "Einheimische Mineralien als Schmucksteine", Edelsteinschleifen, 3D-Show "Im faszinierenden Reich der Minerale", sowie ein Erlebnisstand der Grube "Fintergrund" und einer Glasbläserei aus Thüringen.

Kinder werden vom Angebot "Turmalin-Kristallscheibchen zum Selbstschleifen" begeistert sein.

Samstag, 27. Oktober 2018: Auf den Spuren der Eiszeit im Brudertal

(Kooperationsveranstaltung mit REGIO Konstanz-Bodensee-Hegau e.V.)

Das Brudertal bei Engen und der vor einigen Jahren eingerichtete "Eiszeitpark" ist das Ziel dieser Sonntagswanderung. Themen sind die Geologischen Verhältnisse, die botanischen Besonderheiten sowie die Bedeutung der archäologischen Funde, die das Brudertal mit dem Petersfelsen und der Gniershöhle zu einer wichtigen Fundstelle machen. Die Umgestaltung des Brudertales zum "Eiszeitpark" führte zu Eingriffen in die uns vertraute und vom Menschen maßgeblich beeinflusste mitteleuropäische Kulturlandschaft. Andererseits Vermittelt das Gebiet einen Eindruck vom Landschaftsbild aus der Zeit der Rentierjäger.

Samstag, 20. Oktober 2018: Heidelberg - Geologischer Stadtrundgang

Bei Heidelberg denkt man natürlich an das Schloss oder an die Neckarbrücke (Abbildung) und sicher auch an die Universität ... Bei dieser etwas anderen Stadtführung richtet sich der Blick allerdings oft nach unten auf Mauern und Straßenpflaster. Nach einer kurzen Einführung zur geologischen Lage Heidelbergs führt die Route vom Bismarckplatz durch die Hauptstraße bis zum Marktplatz. Natürlich prägt der Buntsandstein das Stadtbild, aber schon beim Straßenpflaster fallen auch noch andere Natursteine auf. Und die Fassaden der Häuser sind so vielfältig, dass sich ohne Mühe im Verlauf dieses geologischen Stadtrundgangs Vertreter der wichtigsten Gesteinstypen finden lassen.

Mittwoch, 10. Oktober – Mittwoch, 17. Oktober 2018

VLC Valencia, Teruel und Cuenca

Vom Mittelmeer in das einsame Hochland von Aragón

Von Barcelona aus geht es der Küste entlang nach Valencia. Nach dem Zimmerbezug findet das erste gemeinsame Abendessen in Valencia statt.

Ein Stadtrundgang durch die Innenstadt (mit ergänzenden Hinweisen zu den Bausteinen und zur geologischen Situation der Stadt) und ein Spaziergang durch das ehemalige Flussbett des Guadalavíar mit den repräsentativen Gebäuden des Stararchitekten Calatrava stehen auf dem Programm des zweiten Tages. Am dritten Tag wird die Albufera besucht. Diese Camargue-ähnliche Landschaft liegt etwa ½ Fahrstunde südlich von Valencia. Hier kann man ganzjährig viele Vögel zu beobachten. In diesem Gebiet wurde mit der Paella auch das wohl bekannteste spanische Gericht „erfunden“. Dieses Gericht wird auch in einem landestypischen Lokal zu Mittag gegessen. Vor der Abfahrt in das Hinterland von Valencia steht die große Markthalle auf dem Besuchsprogramm. Das nächste Standquartier ist der denkmalgeschützte Ort Albarracín mit seiner eindrucksvollen Stadtmauer. Dem ausführlichen Rundgang durch das kleine Städtchen schließt sich ein gemeinsames Abendessen an. Es schließt sich eine Tagesfahrt zur Tajo Quelle und über einsame Gebirgspässe nach Cuenca mit seinen berühmten „Hängenden Häusern“ an. Ein kurzer Stadtrundgang und ein Besuch der Kathedrale runden diesen Programmpunkt ab. Am nächsten Tag werden die Höhlenmalereien in den Buntsandsteinwäldern von Albarracín aufgesucht. Die bizarre rote Felslandschaft mit den charakteristischen Kiefernwäldern (Abbildung) wird auf kleinen Wanderungen erkundet; bei entsprechender Witterung findet die Mittagspause als Rucksackvesper in einer idyllischen Wacholderheide statt. Die vorletzte Tagesetappe führt von Albarracín aus zunächst zur großartigen Burganlage Peracense und weiter durch die karge Steppenartige Landschaft Aragoniens mit seinen Safranfeldern und verlassene Bergbaugebiete nach Alcañiz. Hier findet die letzte Übernachtung im Parador statt, der in der Burg der Calatrava-Ritterschaft hoch über der Stadt untergebracht ist. Das abschließende Abendessen findet im historischen Speisesaal des Paradors statt.  

Am letzten Tag erfolgt der Transfer zum Flughafen nach Barcelona. Flüge ab der Mittagszeit werden erreicht. Ein paar Bildimpressionen der Reise finden Sie hier

Donnerstag, 04. Oktober – Mittwoch, 10. Oktober 2018

KAT Katalonien – eine geokulturelle Rundreise

Barcelona – Montserrat – Garrotxa – Cardona

Entkommen Sie dem Nebel Mitteleuropas und begeben Sie sich auf eine spannende geokulturelle Entdeckungstour in die Region Katalonien nach Nordwestspanien. Die stolze Hauptstadt Barcelona ist das erste Ziel der Reise. Ein geologischer Stadtrundgang in dessen Verlauf verschiedene Bausteine vorgestellt werden, ein Panoramarundweg auf den parkähnlichen Anhöhen in der Stadt (Montjuig und Park Güell; beide mit schönem Rundblick auf die Innenstadt und interessanter Vegetation) und ein Besuch des Jugendstilkrankenhauses Santa Pau und der Sagrada Familia (von außen), der gotischen Kathedrale und der „Arbeiterkirche“ Santa Maria del Mar stehen auf dem Programm. Ein Gang über die Ramblas mit ihren zahlreichen Straßenhändlern gehört natürlich ebenfalls dazu. Allerdings bleibt auch Zeit für eine individuelle Erkundung der lebhaften Stadt. Zahlreiche Museen und Theaterangebote und die Möglichkeit zum Besuch von Konzerten machen die Auswahl schwer! In Hotelnähe liegt auch der berühmte Markt Boquería, dem ebenfalls ein Besuch abgestattet wird. Ein kompletter Tag ist einem Ausflug mit der spektakulären Zahnradbahn zum Klosterberg Montserrat nordwestlich von Barcelona gewidmet. Dort ist auch eine Wanderung zwischen bizarren, aus Konglomeraten aufgebauten Felsformationen vorgesehen (Abbildung). Bei guter Witterung sind zahlreiche Felskletterer anzutreffen, die dann als bunte Flecken an den weißgrauen Felstürmen beobachtet werden können. Vom Montserrat geht die Fahrt durch das katalonische Hinterland weiter in die Vulkanlandschaft der Garrotxa, die sich im Pyrenäenvorland in einer Entfernung von ca. 2 h von Barcelona befindet. Die letzte vulkanische Aktivität in diesem Gebiet liegt zwar nur ca. 10.000 Jahre zurück, aber der Vulkanismus gilt heute als erloschen. Hingegen kam es im Mittelalter zweimal zu einer Serie von schweren Erdbeben, bei der große Teile der Orte in der Garrotxa zerstört wurden. Die vulkanischen Erscheinungsformen der Garrotxa (Basalte mit schöner säuliger Absonderung, Aschen und Tuffe) lassen sich ansonsten recht gut mit der Eifel vergleichen. Zwei Wanderungen und die Besichtigung von zwei historischen Orten bilden den Schwerpunkt des Programms in der Garrotxa. Olot, der Hauptort der Garrotxa ist nicht nur als Wandergebiet sondern auch für seine Jugendstilarchitektur und seine zahlreichen Bäckereien und Konditoreien bekannt. Letzte Etappe ist der kleine Ort Cardona mit seinem eindrucksvollen Salzberg und einer Befahrung des Besucherbergwerkes. Am letzten Abend findet ein stilvolles Abendessen im Parador von Cardona statt. Am Mittwoch erfolgt der Transfer zum Flughafen nach Barcelona. Dort können Flüge ab der Mittagszeit erreicht werden. Ein paar Bildimpressionen von der Reise finden Sie hier.

Sonntag, 09. August 2018: Basaltabbau am Hohenstoffeln

(Kooperationsveranstaltung mit REGIO Konstanz-Bodensee-Hegau e.V.)

Die ursprünglichen Pläne zum Basaltabbau am Hohenstoffeln sahen in den 1930er Jahren vor, die markanten Gipfel komplett abzutragen (Abbildung). Dazu kam es aber nicht. Daher kann man heute nach dem Aufstieg von Weiterdingen im aufgelassenen Steinbruch auf der Nordseite noch die eindrucksvollen Säulenstrukturen des schwarzen Vulkangesteins erkennen. Doch wie und warum kommt es zur Säulenbildung? Wo kann man heute noch die Spuren des Rheingletschers am Hohenstoffeln und in der Umgebung in der Landschaft erkennen? Warum gibt es eine markante Waldgrenze am Fuß des Hohenstoffeln?

Sonntag, 02. September – Samstag, 08. September 2018

BÖH Spätsommer in Böhmen

Geologie auf den Spuren von Goethe

Auf dieser naturkundlich-geologischen Entdeckungsreise werden Südböhmen und das böhmische Bäderdreieck besucht. Nach der Anfahrt sind die ersten beiden Nächte in Český Krumlov (Böhmisch Krumau). Neben der zauberhaften Altstadt gibt es in unmittelbarer Nähe der Stadt auch ein Graphitbergwerk zu besichtigen. In der Altstadt befindet sich außerdem noch ein Moldavit-Museum. Sie haben auch Gelegenheit, die anderen Museen (Fotoatelier Seidel und Egon-Schiele-Museum, Museum für Stadtgeschichte) auf eigene Faust aufzusuchen. Am dritten Tag geht es durch den Böhmerwald weiter; dabei gibt es einen kurzen Halt im ehemaligen Bergbaustädtchen Kašperské Hory (Bergreichenstein) mit hübsch restauriertem Stadtplatz und dem Renaissance-Rathaus (Abbildung) und der Aussicht von der Kašperk (Karlsburg) bevor das zweite Standquartier in Loket (Ellbogen) erreicht wird. Dieses kleine, bereits von Goethe geschätzte kleine Städtchen liegt nur wenige Kilometer entfernt von den berühmten böhmischen Bade- und Kurorten. An den Folgetagen werden Mariánské Lázně (Marienbad), Karlovy Vary (Karlsbad) und Františkovy Lázně (Franzensbad) besichtigt. Die Schriften von Goethe dienen dabei als Leitfaden für die naturkundlichen Erläuterungen. Der Vulkanismus des Egergrabens ist Thema eines Besuchs von Soos mit seinen Mineralquellen und Mofetten sowie am Vulkanschlot Kammerbühl; hier fand auch 1822 eine Diskussion zwischen Goethe und dem schwedischen Chemiker Berzelius über die Entstehung des Kammerbühls – einer Höhepunkte des damaligen Streits zwischen „Neptunisten“ und „Plutonisten“ statt. Am Samstag erfolgt die Rückfahrt nach Ulm.

Samstag, 01. September 2018: Inzigkofen - Amalienfelsen und Donaublick

Auf Veranlassung der Fürstin Amalie von Hohenzollern-Sigmaringen wurde ab 1815 ein Landschaftspark unterhalb der säkularisierten Klosteranlage Inzigkofen eingerichtet. Die hochaufragenden Kalksteinfelsen aus Oberjurakalk verleihen diesem Abschnitt des Oberen Donautales einen besonderen Charakter. Neben der Gesteinsansprache wird auch die Flussgeschichte der Donau im Raum Inzigkofen erläutert. Ein Höhepunkt ist der herrliche Ausblick vom Amalienfelsen auf das Donautal (Abbildung).

Montag, 27. August – Freitag, 31. August 2018

EMT Eifel, Mittelrhein und Taunus

Vulkane, Weltkulturerbe, Bergbau, Bäder und Goethe

Gönnen Sie sich einen Aufenthalt in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden und entdecken Sie auf geokulturellen Tagesexkursionen den Taunus, das Untere Lahntal und das Mittelrheingebiet rund um die Loreley und die Eifel.

In Wiesbaden gibt es eine geologische Stadtführung, aber es bleibt auch Zeit für eine Erkundung auf eigene Faust. Nutzen Sie das reichhaltige kulturelle Angebot der Hessischen Landeshauptstadt für einen Museums- oder Theaterbesuch! Eine Tagesexkursion mit Schifffahrt führt in die Weltkulturerberegion Mittelrheintal rund um die Loreley, St. Goar und St. Goarshausen. Die hier vorkommenden Gesteine werden erklärt und ihre Bedeutung als Bausteine erläutert. Die weitere Exkursion führt in den Taunus und das Untere Lahntal. Hier wird auch das geschichtsträchtige Heilbad Bad Ems aufgesucht. Ein weiterer Schwerpunkt ist der alte Bergbau in diesem Gebiet, den schon Goethe zu einem Besuch und intensiven Studien veranlasste. Auf dem Programm stehen ein dabei das Bergbaumuseum in Holzappel, ein hochinteressanter montanarchäologischer Lehrpfad in der Umgebung des Ortes sowie – natürlich – das Stöbern und die Suche nach Mineralien auf Halden.
Der zweite Teil der Reise führt Sie in die geologisch hochinteressante Eifel. Hier kam es auch in der jüngsten geologischen Vergangenheit immer wieder zu Vulkanausbrüchen und auch die jüngste vulkanische Eruption in Deutschland ereignete sich vor nicht einmal 10‘000 Jahren in der Eifel. Manche Spezialisten glauben sogar, dass der Vulkanismus in der Eifel nur “ruht“. Die Eifel ist zwar nicht gerade bekannt für schönes Wetter, aber die überaus vielfältige und eindrucksvolle Landschaft entschädigt dies. Außerdem gibt es eine Vielzahl hochmoderner Museen, von denen die wichtigsten besichtigt werden: Lavadome in Mendig, Basaltkeller in Niedermendig, Schieferbergwerk in Mayen – um nur eine Auswahl zu nennen. Auch Europas größter Kaltwassergeysir in Andernach steht auf dem Programm dieser Studienreise. Zusätzlich ist individuelle Besuche in der Klosteranlage Maria Laach möglich, da sich Hotel in unmittelbarer Nachbarschaft der Abtei befindet. Eine Bildervorschau zu dieser Reise erhalten Sie hier und ein gesondertes Faltblatt ist auf Anforderung erhältlich.

Mittwoch, 08. August 2018: Die Mühlebachschlucht bei Tengen

(Kooperationsveranstaltung mit REGIO Konstanz-Bodensee-Hegau e.V.)

Die Führung beginnt mit dem Besuch einer Aufschlusswand in der Oberen Meeresmolasse (Abbildung). Dieses Gestein wurde ganz in Küstennähe abgelagert und wurde früher als Bau- und Mühlstein abgebaut. Der Bezug zum naheliegenden Vulkangebiet des Hegaus wird hergestellt. Woraus besteht der Wannenberg? Ist es ein Vulkan? Nach der Führung wissen Sie es ... Danach geht es in die schattige Mühlebachschlucht. Auch hier werden die dort vorkommenden Gesteine kommentiert und die Entstehungsgeschichte erklärt.

Donnerstag, 02. August 2018: Die Versteinerungen der Schwäbischen Alb

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Die Schwäbische Alb hat einige Fossilfundstellen von Weltgeltung. Es sind insbesondere die bitumenreichen Tonsteine des Unterjuras, umgangssprachlich als "Ölschiefer" bezeichnet, welche in Holzmaden, Dotternhausen und Ohmenhausen eine Vielzahl von zum Teil außergewöhnlich gut erhaltenen Fossilien enthalten können. Aber warum gerade hier? Im Verlauf der Führung wird auch noch das Ammonitenpflaster von Ofterdingen vorgestellt und auf die Bedeutung der Korallen und Schwämme von der Schwäbischen Alb hingewiesen.

Freitag, 27. Juli 2018: Feuer, Eis, Wasser: Rund um den Hohentwiel bei Singen

(Kooperationsveranstaltung mit REGIO Konstanz-Bodensee-Hegau e.V.)

Die Rundwanderung auf dem Vulkanpfad um den Hohentwiel ist ein Klassiker im Hegau und darf auch 2018 nicht im Programm fehlen: Auch hier gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Warum gibt es eigentlich Vulkanismus im Hegau? Ist der Hohentwiel einmal ausgebrochen? Und ist der Hohentwiel erloschen? Was hat der Rheingletscher mit dem Hohentwiel zu tun? All diese Fragen werden im Verlauf einer kurzweiligen Wanderung entlang des Vulkanpfades angesprochen und allgemeinverständlich erklärt.

Sonntag, 15. Juli 2018: Der Raichberg bei Onstmettingen - hier wackelt die Alb

Eine Rundwanderung führt die TeilnehmerInnen vom Nägelehaus auf dem Raichberg zum „Hangenden Stein“ am Albtrauf – hier sieht man, dass der Name durchaus seine Berechtigung hat. Auf dem Weg sind die Rutschbewegungen am Albtrauf sehr deutlich zu sehen. Eine weitere Station ist der Backofenfels. Von hier aus bietet sich ein einmaliger und immer wieder eindrucksvoller Ausblick auf den von der Burg Hohenzollern gekrönten Zollern. Nach einer abschließenden Betrachtung zur Erdbebengefährdung des Gebiets und den Vergleich mit anderen Gebieten in Baden-Württemberg sowie den Konsequenzen dieser Gefährdung für Baumaßnahmen erfolgt die Rückkehr zum Ausgangspunkt. Wer möchte, kann zum Abschluss noch den Raichbergturm besteigen.

 

Sonntag, 15. Juli 2018: Wendelsheim bei Tübingen - Bausteine für Württemberg

Die aufgelassenen Schilfsandstein-Steinbrüche oberhalb von Wendelsheim (zwischen Rottenburg und Tübingen) sind das Ziel dieser familienfreundlichen Geo-Wanderung. Ein kurzer Anstieg durch Weinberge und Streuobstwiesen führt uns an den Waldrand. Im geheimnisvollen Halbdunkel entdeckt man nach und nach die Anzeigen der früheren Abbautätigkeit. Das Areal ist auch ein beliebter Treffpunkt für Felskletterer. Völlig unvermittelt taucht der Märchensee auf (Abbildung). Nach einem  Ausblick auf Wendelsheim, die Wurmlinger Kapelle, das Neckartal und das Schichtstufenland der Schwäbische Alb führt der Weg durch die Weinberge zurück hinunter zum Parkplatz.

Samstag, 14. Juli 2018: Der geologische Lehrpfad im Kirnbachtal bei Tübingen

Der vor wenigen Jahren neu gestallte geologische Lehrpfad im Kirnbachtal bei Tübingen bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, die unterschiedlichen Gesteine der Keuperzeit und ihre Nutzung kennen zu lernen. Gleichzeitig erfahren Sie, mehr über den Zusammenhang zwischen Gesteinen und Landschaftsbild. Die ebenfalls neu installierten Informationstafeln sind anschaulich und gestaltet. Eine spannende und abwechslungsreiche Geowanderung in die geologische Vergangenheit von Tübingen erwartet Sie.

Samstag, 14. Juli 2018: Tübingen - Poesie der Steine

Ein Stadtrundgang in etwas anderer Form: Schon die verschiedenen Bezeichnungen der unterschiedlichen Bau- und Pflastersteine geben Hinweise auf die in vieler Hinsicht bewegte erdgeschichtliche Vergangenheit von Tübingen: Begriffe wie Schilfsandstein oder Gipskeuper geben ihre Geheimnisse preis! Der früher sehr bedeutende Natursteinabbau im nahen Schönbuch und der ehemalige Gipsabbau im Raum Wurmlingen ist ebenfalls Thema. Natürlich gibt es auch ein paar Ausführungen zu "Dichtern und Denkern".

Donnerstag, 12. Juli 2018: Die Schwäbische Alb - ein geologisches Musterländle

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Die Schwäbische Alb stellt zusammen mit dem fränkischen Jura das größte Karstgebiet Mitteleuropas dar und die Urach-Kirchheimer Vulkanprovinz ist aus der Geologie von Baden-Württemberg nicht wegzudenken. Das Schichtstufenland der Schwäbischen Alb ist ebenfalls ein international anerkanntes Beispiel für diesen Landschaftstyp. Auf der Schwäbischen Alb gibt es ferner mit dem Steinheimer Becken und dem Nördlinger Ries zwei Gebiete, die schon lange das Interesse der Geologen auf sich zogen. Verschiedene Deutungen und Vermutungen wurden aufgestellt, aber als Einschlagskrater von Himmelskörper wurden sie erst vor etwa 50 Jahren erkannt. Die Fossilfundstellen des "Schwäbischen Juras" sind ebenfalls von weltweiter Bedeutung. Bei der Museumsführung erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die geologischen Besonderheiten und Einmaligkeiten der Schwäbischen Alb.

Sonntag, 01. Juli – Sonntag, 08. Juli 2018

ISL Kleine Wanderreise in Island

Westmänner-Inseln und Reykjanes-Halbinsel

Nach der Ankunft und einer Übernachtung in der Hauptstadt Reykjavík geht es am nächsten Tag mit dem Kleinbus an den Fährhafen zu den Westmänner-Inseln vor der Südküste Islands. Zwei Übernachtungen auf der Hauptinsel ermöglichen Wanderungen zu den eindrucksvollen Zeugnissen des Vulkanausbruch von 1973. Es bleibt aber auch Zeit für den Besuch des Vulkanmuseum Eldheimar, des Naturkundemuseums Saeheimar und die Vogelfelsen mit ihren Pagageientauchern und anderen Seevögeln. Am 4. Tag geht es wieder mit Fähre und dem Kleinbus zurück nach Reykjavík. Auf der An- und Rückfahrt werden je nach zeitlichen Möglichkeiten noch weitere geotouristische Haltepunkte aufgesucht. Danach stehen vier Übernachtungen in Reykjavík auf dem Programm. Von dort aus werden das mit einem Kleinbus diverse Wanderziele auf der Reykjanes Halbinsel aufgesucht. Je nach Wetter und Kondition der Gruppe können dies Tageswanderungen oder Vor- und Nachmittagswanderungen von jeweils 2-4 h sein. Neben Geologie und Geomorphologie wird auch die Botanik thematisiert und es gibt Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. Bilder zu dieser Reise sehen Sie hier.

Donnerstag, 07. Juni - Donnerstag, 14. Juni 2018

AZO Azoren - Vulkanlandschaft und Blütenpracht

Eine Rundreise durch die "Wetterküche" von Europa

Die Inselgruppe der Azoren liegt mitten im Atlantik – etwa auf halber Wegstrecke zwischen Nordamerika und Europa. Geologisch sind die Azoren ein Teil des Mittelatlantischen Rückens. Aus diesem Grund sind die Inseln vulkanischer Entstehung und es gibt auch aktive Vulkane auf den Azoren. Die letzte große Ausbruchstätigkeit war in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Als weitere Begleiterscheinungen zum Vulkanismus gehören natürlich Erdbeben, Schlammvulkane und heiße Quellen. Auch wird die Erdwärme mit Hilfe von Kraftwerken genutzt. Der Schwerpunkt der Reise liegt auf einer Besichtigung der Hauptinsel Sao Miguel. Das Standquartier dort ist in der Hauptstadt Ponta Delgada. Die Insel wird ausgiebig erkundigt, und neben der Geologie ist natürlich die ganzjährige Blütenpracht ein besonderes Erlebnis (Besuch botanischer Gärten). Ein weiteres Ziel ist die Insel Terceiro, welche bereits zur Zentralgruppe des Archipels gehört. Vor Ort wird die Lavahöhle Gruta do Carvao besichtigt. Das Quartier ist in der Inselhauptstadt Angra de Heroismo, die vor einigen Jahren durch ein starkes Erdbeben vollständig zerstört wurde. Der Wiederaufbau erfolgte mit finanzieller Unterstützung der UNESCO und wurde daraufhin zum Weltkulturerbe erklärt. Ein halber Tag zur freien Verfügung in Ponta Delgada kann z.B. zu einer Wal- und Delfinbeobachtungsfahrt genutzt werden. Einige Reiseeindrückevon den bisherigen Azorenreisen erhalten Sie hier.

Sonntag, 27. Mai 2018: Mummelsee und Hornisgrinde

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe e.V.)

Auf der Wanderung wird ihnen die Geologie und Landschaftsgeschichte des Nordschwarzwaldes am Beispiel der Hornisgrinde nähergebracht. Nach einer Teilumrundung des Mummelsees wird mit dem Dreifürstenstein der höchste Berg Württembergs erstiegen. Unterwegs bieten sich Ausblicke auf die Schwarzwaldhochstraße in Richtung Ruhestein. Der durch den Orkan „Lothar“ verursachte Windbruch ist ebenfalls noch deutlich erkennbar. Nach der Querung des Moorgebiets auf der Hornisgrinde auf dem Bohlenweg erfolgt der Rückweg zum Mummelsee über die Windkraftanlagen und den Aussichtsturm mit Rundblick, dann weiter abwärts auf der Fahrstraße. Unterwegs werden an geeigneten Stellen Erklärungen zur Geologie und Landschaftsgeschichte des Gebiets abgegeben.

Samstag, 26. Mai 2018: Abendliches Geopanorama am Hohenkrähen

(Kooperationsveranstaltung mit REGIO Konstanz-Bodensee-Hegau e.V.)

Lassen Sie sich von der abendlichen Aussicht verzaubern! Etwas vorwitzig steht der Hohenkrähen in der Aachniederung und ist von weithin sichtbar. Der Hohenkrähen gehört mit dem Hohentwiel und dem Mägdeberg zu einem der drei bedeutenden Phonolithstöcke im Hegau. Die anderen Kegelberge des Hegaus haben eine andere Gesteinszusammensetzung. Was es mit dieser Vulkanruine Besonderes auf sich hat und wie der Kegelberg zu seiner heutigen Form kam wird - all das wird im Verlauf der abendlichen Führung allgemeinverständlich erläutert. Nach dem zugegebenermaßen etwas steilen Aufstieg belohnt allerdings eine spektakuläre 360° Rundumsicht bis hin zum Bodensee und den südlichen Ausläufern der Schwäbischen Alb. Bei klarer Sicht lohnt die Mitnahme eines Fernglases. Einige zusätzliche Hinweise zu verschiedenen botanischen Besonderheiten ergänzen die abendliche Geo-Wanderung.

NEU Mittwoch, 09. Mai - Sonntag, 13. Mai 2018

JUR Faszination Geologie im Jura: Kalkstein, Karst und Kultur

Die Anreise erfolgt am späten Mittwoch Nachmittag um auch Berufstätigen eine Teilnahme zu ermöglichen. Der Jura bildet eine natürliche Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz. Das lang gezogene Mittelgebirge im Herzen Europas ist kein Ziel des modernen Massentourismus. In der Geschichte der Geologie hat der Jura schon sehr früh eine bedeutende Rolle gespielt: Ein ganzer Zeitabschnitt ist nach diesem Gebirge benannt. Neben der Stratigraphie hat auch die Erforschung der Eiszeiten und der Gletscher hier ihren Anfang genommen. Auf der Reise am langen Himmelfahrtswochenende (länger als des Wort!) kommt neben geologischen Besonderheiten wie den Asphaltminen im Val de Travers, dem Hochmoor von Pont-Martel oder dem glazial entstandenen Felskessel des Creux du Van auch  die Kultur nicht zu kurz: Die Universitätsstadt Neuchâtel wird besichtigt und in Motiers sind Sie auf den Spuren von Jean-Jacques Rousseau. Auch Wanderungen mit Fernblick wie an der Vue des Alpes oder mit Tiefblick wie in der Areuse-Schlucht und eine Schiffahrt auf dem Doubs (Abbildung) gehören zum Programm dieser neu angebotenen Studienreise. Entdecken Sie die Geheimnisse des Absinths und den würzigen Käse der Region, den Karst in Mamirolles und das Tal des Doubs. Am Ende der Reise werden Sie verstehen, warum Rousseau von dieser Gegend schrieb: "Ich kann unmöglich beschreiben, wie angenehm es hier ist." 

Sonntag, 29. April - Samstag, 05. Mai 2018

GAR Gardasee und Verona: Geologie und Kultur auf der Sonnenseite der Alpen

Diese „geokulturelle“ Studienreise führt an die Gestade des Gardasees, der seit jeher Dichter und Denker anzog. Schwerpunkt ist dabei das nördliche Gardaseegebiet um Riva und Torbole. Im Rahmen von Tagesexkursionen wird die geologische Entstehungsgeschichte des Gebiets erklärt sowie durch botanische und kulturelle Besonderheiten ergänzt. Dabei finden auch Wanderungen von max. 3 h Länge statt. Besuche, Museen und Besichtigungen (z. B. Zitronengärten am Seeufer am Seeufer, Bergsturzgebiete, Wasserfälle, Schluchten und Gletschermühlen sowie eine Fahrt in das Monte Baldo Gebiet mit spektakulärem Ausblick auf den Gardasee (Abbildung) runden das Programm ab. Gleichzeitig wird auch auf die eingangs erwähnten literarischen Beschreibungen eingegangen, wobei sich hier die Bezüge zu Goethes „Italienischer Reise“ als Leitfaden durch das Programm ziehen. Teilnehmer der Studienreise erhalten vorab weitere Literaturhinweise sowie bei Reiseantritt eine Dokumentation mit Angabe der besuchten Lokalitäten. Die geologischen Erklärungen werden allgemeinverständlich vermittelt und durch die Auswahl der besuchten Lokalitäten im wahrsten Sinne des Wortes ansprechend. Ein kompletter Tag ist Verona gewidmet (davon steht ½ Tag zur freien Verfügung). 

Samstag, 28. April 2018: Urpferde und Basalt

(Kooperationsveranstaltung mit REGIO Konstanz-Bodensee-Hegau e.V)

Der Rundwanderweg führt die TeilnehmerInnen am Gundelhof vorbei in den ehemaligen Steinbruch am Höwenegg. Zunächst werden die vulkanischen Tuffe und ihre Besonderheiten erläutert, bevor wir einen Blick auf den ehemaligen, 1970 stillgelegten Steinbruch werfen (Abbildung). Die 90 m tiefe, ehemalige Abbaustelle hat sich mittlerweile zum Teil mit Wasser gefüllt und ist als ausgewiesenes Naturschutzgebiet auch nicht mehr begehbar. Aber die säulige Absonderung des basaltähnlichen Gesteins und die darüber lagernden Tuff-Schichten sind dennoch deutlich erkennbar. Abschließend wird auch die Fossilfundstätte am Höwenegg eingegangen, die nicht nur bedeutende Funde an Urpferden und Antilopen geliefert hat, sondern auch in den letzten Jahren durch neuere Grabungen der Naturkundemuseen in Stuttgart und Karlsruhe eine neue Deutung ihrer Entstehungsgeschichte erfuhr. Der Rückweg führt über einen Waldweg zurück zum Ausgangspunkt am Parkplatz.

Samstag, 21. April - Freitag, 27. April 2018

HPR Haute Provence und Verdonschlucht: Frühlingserwachen im Süden

Der Geopark de Haute Provence mit seinem reichen geologischen und kulturellen Erbe ist das Ziel dieser Studienreise. Abseits der großen Hauptstraßen entdecken Sie zauberhafte Landschaften und kleine Städte und Dörfer. Übernachtet wird in zentralen und landestypischen Hotels in Die am Südrand des Vercors und in Castellane am Rande der Verdonschlucht. Durch die zentrale Lage der Hotels besteht abends die Möglichkeit zur ausführlichen Erkundung der Etappenziele. Bei entsprechender Witterung findet mittags in der Regel Rucksackvesper statt (nicht im Preis inbegriffen). Kaffeepausen werden nach den Wünschen der Teilnehmer eingelegt. An- und Rückreise erfolgen durch die Schweiz. Die Reiseroute berührt den Vercors, die Voralpen und das Karstplateau des Haut-Verdon und die Hochebene des Haut-Verdon. In Castellane erwartet Sie der Aussichtsfelsen "Le Roc" (Abbildung). Die Reise im Frühjahr ist auch aus botanischen Gründen interessant. Hier ergeben sich insbesondere zu Beginn der Reise am Südrand des Vercors interessante Möglichkeiten. Mit etwas Glück können in der Verdonschlucht auch Geier beobachtet werden. Die Gestaltung des Tages in der Verdonschlucht wird auf die Wünsche der Teilnehmer abgestimmt. Ein gesondertes Faltblatt ist auf Anforderung erhältlich.  ... Ein paar Bildimpressionen der Reise finden Sie hier.

Donnerstag, 19. April 2018: Welterbe Mittelrheintal und Taunus (Vortrag)

(Kooperationsveranstaltung mit der Naturkundemuseum Reutlingen)

Emser Depesche, Loreley, Goethe und Dostojewski – klangvolle Namen, die für einen vielbesuchten Naturraum im Herzen Deutschlands stehen. Der Bergbau im Mittelrheintal und entlang der Lahn verhalf noch im letzten Jahrhundert vielen Familien zu Arbeit und Brot. Natursteine aus diesem Gebiet wurden in alle Welt exportiert. Der Ausblick vom Neroberg auf die Bäderstadt Wiesbaden zeigt auf eindrucksvolle Weise das Nordende des Oberrheingrabens, der ja selbst auch nur ein Puzzleteil innerhalb eines größeren, mitteleuropäischen Bruchsystems ist. Der Vortrag bietet einen geokulturellen Bilderbogen einer mitteleuropäischen Kulurlandschaft.

Donnerstag, 19. April 2018: Warum wackelt die Alb? (Museumsführung)

(Kooperationsveranstaltung mit der Naturkundemuseum Reutlingen)

Warum gibt es immer wieder Erdbeben auf der Alb? Sind die erloschenen Vulkane daran schuld? Warum häufen sich die Erdbeben in manchen Gebieten? Kann man Erdbeben voraussagen? Fragen über Fragen ... Bei der heutigen Museumsführung wird erklärt, warum es gerade in bestimmten Bereichen der Schwäbischen Alb immer wieder Erdbeben gibt. Die Messmethoden werden ebenso vorgestellt wie das Messtellennetz zur Erdbebenüberwachung. Denn immerhin ist die Schwäbische Alb das seismisch aktivste Gebiet in Mitteleuropa nördlich der Alpen!

Dienstag, 10. April 2018: Vulkane im Hegau - Feuer, Eis, Wasser (Vortrag)

(Kooperationsveranstaltung mit der Gesellschaft für Natur und Kultur Konstanz e.V.)

Die Vulkanlandschaft Hegau liegt am Nordwestrand des Bodensees und ist eine der drei miozänen Vulkangebiete Südwestdeutschlands. Auch wenn der Vulkanismus längst erloschen ist, gibt es im Hegau auch heute noch unterschiedliche Vulkangesteine zu sehen. Außerdem ist das Gebiet ein hervorragendes Beispiel für die landschaftsprägende Kraft des Rheingletschers, dessen Eismassen die harten Schlote der Vulkanberge erst herauspräparierten. Dieser "letzte Schliff" hat zur Entstehung eines einzigartigen Naturraums geführt.

Montag, 2. April 2018: Engen-Anselfingen Frühling am Hohenhewen

(Kooperationsveranstaltung mit Hegau Tourismus)

Der steile Aufstieg durch den lichten Frühlingswald wird mit einer grandiosen Rundumsicht auf die anderen Hegau-Kegelberge belohnt. Der Hohenhewen gehört zu den Hegau-Basalten. Am der Ostseite fanden im 19. Jahrhundert gleich zwei Bergstürze statt, deren Spuren noch heute im Landschaftsbild erkennbar sind. Erfahren Sie warum es im Hegau überhaupt zu Vulkanismus gekommen ist dazu und welche Besonderheiten den Hohenhewen von den anderen Vulkanruinen des Hegaus unterscheiden.

Samstag, 17. März 2018: Aach - hier tritt das Donauwasser zutage ...

(Kooperationsveranstaltung mit dem Hegau Tourismus)

Zwischen Immendingen und Tuttlingen verschwindet das Donauwasser ganz oder teilweise im verkarsteten Gesteinsuntergrund des Oberjurakalks. Aber wussten Sie auch, warum ein großer Teil des Wassers gerade am Aachtopf wieder austritt und wie lange das Wasser für seine unterirdische Reise benötigt? Welche Untersuchungsmethoden wurden eingesetzt? Was hat es mit dem historisch belegten „Wasserstreit“ auf sich? Erfahren Sie mehr darüber bei einer kleinen Rundwanderung um den Aachtopf, der als Quelle mit der größten Schüttung in Deutschland gilt. Natürlich sprechen wir auch über die Europäische Wasserscheide und die großen Dolinen im Stadtwald von Aach und die Aktivitäten der Höhlentaucher.

Sonntag, 25. Februar 2018: Bad Urach - Geospaziergang zum Wasserfall

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Ein spätwinterlicher Geosparziergang führt vom Parkplatz aus leicht aufwärts durch das Meisental bis an den Fuß des Uracher Wasserfalls. Themen sind der Karst, die Wasserversorgung der Alb, die Gesteine des Oberjuras und eine Interpretation des heutigen Landschaftsbildes. Ausführlich wird auf die Ausfällung von Süßwasserkalk ("Kalktuff") eingegangen, der viele Jahrhunderte als Baustein aus unserer Gegend nicht wegzudenken war. Die Exxkursion endet am Uracher Wasserfall.

Donnerstag, 22. Februar 2018: Ölschiefer in Reutlingen - das schwarze Gold (Führung)

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Die schwarzen, schieferartig verwitternden Tonsteine im Untergrund von Reutlingen enthalten nicht nur erstaunlich gut erhaltene Fossilien sondern waren immer wieder Hoffnungsträger auf der Suche nach Öl. Immer wieder hat man versucht, dem Gestein das schwarze Gold abzutrotzen – doch der Erfolg blieb weitgehend aus und war im "Dritten Reich" als "Unternehmen Wüste" mit unendlich viel Leid verbunden. Ist unser "Ölschiefer" auch heute noch ein potentieller Energierohstoff und wo lagern die möglichen Reserven?

Sonntag, 04. Februar 2018: Gönningen - Kalktufflandschaft im Wiesaztal

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Diese Exkursion hat den "Kalktuff"-Abbau im Raum Gönningen als Thema. Das heutige Naherholungsgebiet Oberes Wiesaztal ("Gönninger Seen") war noch vor weniger als 50 Jahren ein Gebiet, in dem intensiver Natursteinabbau betrieben wurde, denn die weiches Süßwasserkalk-Abscheidungen ("Kalktuffe") waren begehrte Bausteine (z. B. Rathaus Gönningen, Amtsgericht Reutlingen uvm.). Die Abbauspuren sind auch heute noch deutlich erkennbar. Vor einigen Jahren wurde ein Themenweg angelegt, der aus Anlass der Exkursion teilweise begangen und kommentiert wird. Auch Künstler schätzen das Farbenspiel der Gönninger Seen, wie das Bild der Reutlinger Malerin Renate Gaisser zeigt.  

Donnerstag, 01. Februar 2018: Vulkane - wenn die Erde Feuer speit (Führung)

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Wo liegen eigentlich die Vulkane auf der Welt? Wann wird von einem erloschenen Vulkan gesprochen? Und was ist ein ruhender Vulkan? Kann man Vulkanausbrüche vorhersagen? Auf diese und andere Fragen gibt es Antworten bei der heutigen Führung durch das Naturkundemuseum Reutlingen. Gleichzeitig werden die Entstehung von Vulkanen erklärt und auf die verschiedenen Vulkantypen eingegangen. Dabei wird auch auf den Vulkanismus in Südwestdeutschland verwiesen.

 

Sonntag, 21. Januar 2018: Reutlingen - Steine in der Stadt

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Dieser etwas andere Stadtrundgang zeigt Ihnen nicht nur die bekannten und seit dem Mittelater verwendeten Bausteine wie Kalktuff, Schilfsandstein und Stubensandstein (Abbildung: Marienkirche). Vor allem seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden zunehmend auch mehr und Gesteine aus weit entfernten Ländern oder gar aus anderen Erteilen als Fassaden- oder Pflastersteine verwendet. Bei einem Rundgang durch die Reutlinger Innenstadt werden einige ausgewählte Beispiele vorgestellt.

Donnerstag, 18. Januar 2018: Geologischer Streifzug durch die Toskana (Vortrag)

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Die Toskana steht bei Kunst-und Architekturliebhabern hoch im Kurs. Aber auch geologisch gibt es im Gebiet zwischen Florenz, Pisa, Volterra und Siena viel Interessantes zu entdecken. Der Vortrag informiert über historische und heutige Bausteine sowie über den ehemals sehr bedeutenden Bergbau (vor allem auf Kupfer und Quecksilber) und dessen Spätfolgen. Die aktiven Solfatoren- und Fumarolenfelder im Monte Amiata Gebiet weisen eindeutig darauf hin, dass der Vulkanismus in der südlichen Toskana noch keineswegs erloschen ist.

Herzlichen Dank für Ihr Interesse am Archiv 2018. 

Hier geht es zurück zu den aktuellen Exkursionsangeboten und Studienreisen.

Dr. Matthias Geyer
Geotourist Freiburg
Hansjakobstraße 54
79117 Freiburg
Tel. +49-162-40.65.416
Mail: info[ät]geotourist-freiburg.de