Hier erhalten Sie einen Überblick zu den Veranstaltungen von 2026:

Samstag, 14. Februar bis Samstag, 21. Februar 2026

Côte d'Azur und Camargue

Mimosenblüte, rote Steine und Flamingos

8 tägige geokulturelle Studienreise mit kleinen Wanderungen

Während es in Deutschland und in der Schweiz vielleicht noch nasskalt ist oder möglicherweise sogar Schnee liegt, zeigt die Mittelmeersonne an der Côte d'Azur schon mehr Kraft und die ersten Blüten zeugen vom hier bald beginnenden Frühjahr. Die Anfahrt an die Côte d'Azur bei Nizza und Menton erfolgt mit einer Zwischenübernachtung in Sisteron. Der Fluss Durance durchbricht hier in einer eindrucksvollen Klus die hoch aufragenden Kalksteinfelsen. Am nächsten Tag geht es entlang der "Route Napoléon" an die Côte d'Azur. In den Folgetagen geht es teils an der Küste entlang, teils mit Abstechern in das vulkanisch geprägte Hinterland des Maures-Esterrel Massivs nach Westen. Stationen unterwegs sind bekannte Städte und im Sommer völlig überlaufenen Orte wie Antibes, Cannes, Saint Tropez und Hyères-les-Palmiers. Dort ist der botanische Garten eine Besichtigung wert. Sofern die Schiffe bereits fahren, ist ein Besuch der Insel Porquerolles vorgesehen (Die gesamte Insel ist ein botanisch-geologisches Schutzgebiet). Über den malerischen Küstenabschnitt der Calanques geht es zum Abschluss an Marseille vorbei nach Arles. Ein Tagesausflug führt in die Camargue, in der sich zu dieser Zeit noch zahlreiche hier überwinternde Vögel aufhalten. Auch die Stadt Arles ist ein Besuch wert - die Gegend war bei Malern zeitweise sehr beliebt - so fand Vincent van Gogh hier zahlreiche Motive für seine Bilder. Ein Stadtrundgang mit zusätzlichen geologischen Anmerkungen ist Teil des Programms. Von Arles aus beginnt die Rückfahrt durch das Rhônetal nordwärts nach Deutschland.

Sonntag, 08. Februar 2026

Geologischer Stadtspaziergang in Reutlingen

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Wer sich ein wenig mit Bausteinen in Reutlingen beschäftigt, der kennt die Bedeutung von Schilfsandstein (die Abbildung zeigt die Fassade des Naturkundemuseums, dessen Türstöcke aus diesem Gestein angefertigt wurden), Stubensandstein und "Kalktuff" für das Reutlinger Stadtbild. Doch das betrifft nur die historischen Gebäude. Seit dem Zweiten Weltkrieg findet man in unseren Städten eine Vielzahl anderer Gesteine, die oft genug nicht einmal aus Europa kommen, aber wegen ihres Preises und wegen ihrer Beständigkeit geschätzt werden. Bei einem Rundgang in der Innenstadt von Reutlingen werden eine Reihe von Beispielen historischer und neuerer Bau- und Fassadensteine gezeigt.

Donnerstag, 05. Februar 2026

Museumsführung: Meteoritenkrater in Südwestdeutschland 

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Auf der Ostalb gibt es mit dem Steinheimer Becken und dem Nördlinger Ries zwei Gebiete, die schon lange das Interesse der Geologen auf sich zogen. Verschiedene Deutungen und Vermutungen auf vulkanische Entstehung wurden aufgestellt, aber als Einschlagskrater von Himmelskörper wurden sie erst vor etwa 50 Jahren erkannt - auch wenn dies in der deutschen Gelehrtenwelt zunächst sehr umstritten war. Im Rahmen der Museumsführung wird ein kurzer forschungsgeschichtlicher Überblick gegeben, ferner wird auf besondere Gesteinsausbildungen in beiden Kratern eingegangen und schließlich werden noch andere, bedeutende Meteoritenkrater auf der Welt erwähnt.

Sonntag, 01. Februar 2026

Exkursion: Hier wackelt die Alb - Der Raichberg bei Onstmettingen

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Eine Rundwanderung führt die TeilnehmerInnen vom Nägelehaus auf dem Raichberg zum „Hangenden Stein“ – hier sieht man, dass der Name durchaus seine Berechtigung hat. Die nächste Station ist der Backofenfels. Von hier aus bietet sich ein einmaliger und immer wieder eindrucksvoller Ausblick auf den von der Burg Hohenzollern gekrönten Zollern (Abbildung). Nach einer abschließenden Betrachtung zur Erdbebengefährdung des Gebiets und den Vergleich mit anderen Gebieten in Baden-Württemberg sowie den Konsequenzen einer Erdbebengefährdung für Baumaßnahmen erfolgt die Rückkehr zum Ausgangspunkt. Wer möchte, kann zum Abschluss noch den Raichbergturm besteigen.

Donnerstag, 29. Januar 2026

Museumsführung: Erdbeben in Südwestdeutschland  

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Warum gibt es immer wieder Erdbeben auf der Alb? Sind die erloschenen Vulkane daran schuld? Warum häufen sich die Erdbeben in manchen Gebieten? Kann man Erdbeben voraussagen? Fragen über Fragen ... Bei der heutigen Museumsführung wird erklärt, warum es gerade in bestimmten Bereichen der Schwäbischen Alb immer wieder Erdbeben gibt. Die Messmethoden werden ebenso vorgestellt wie das Messtellennetz zur Erdbebenüberwachung. Denn immerhin ist die Schwäbische Alb das seismisch aktivste Gebiet in Mitteleuropa nördlich der Alpen! Es ist daher nur folgerichtig, dass für Baumaßnahmen in bestimmten Gebieten entsprechend Bestimmungen gelten, um die Erdbebensicherheit zu gewährleisten. 

Sonntag, 11. Januar 2026

Exkursion: Ofterdingen - Geotop Ammonitenpflaster

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Im Bachbett der Steinlach in der Ortsmitte von Ofterdingen südlich Tübingen ist eine einzigartige Ansammlung von Ammoniten, Muscheln und Austern zu sehen (vgl. Abbildung). Neben der faszinierenden Entstehungsgeschichte dieses heute geschützten Naturdenkmals werden andere bekannte Massenansammlungen von Fossilien im Schwäbischen Jura und die verschiedenen Erklärungsmöglichkeiten angesprochen und die Entstehung des südwestdeutschen Schichtstufenlandes erläutert.  

Donnerstag, 08. Januar 2026

Museumsführung: Tropenmeer und Jurakalk - Riffe auf der Schwäbischen Alb 

(Kooperationsveranstaltung mit dem Naturkundemuseum Reutlingen)

Jeder kennt die Ammoniten und Belemniten von der Schwäbischen Alb. Doch das Meer der Jurazeit hatte noch ganz andere Lebensräume zu bieten: An manchen Stellen auf der Schwäbischen Alb findet man Fossilien, die im Vergleich zu heute auf ein ganz anderes Klima zur Jurazeit hinweisen: es sind vor allem die Korallen und Schwämme, die für den Aufbau der Riffe der Jurazeit verantwortlich sind. Zur Bildung von Riffen sind aber ganz bestimmte klimatische Voraussetzungen notwendig ... Tauchen Sie ein in die subtropischen Meere der Alb! 

Herzlichen Dank für Ihr Interesse am Archiv 2026.

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Dr. Matthias Geyer
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