Sonntag, 06. bis Mittwoch, 09. April 2014
Ulm, Steinheimer Becken und das Nördlinger Ries
Der erste Halt auf dem Weg nach Ulm ist an der Wimsener Höhle. Es ist die einzige Besucherhöhle Deutschlands, die mit dem Boot erkundet werden kann.
Die ehemalige freie Reichstadt Ulm ist Ziel der ersten Tagesetappe und Standquartier. Ein kleiner geologischer Stadtrundgang führt uns zur Stadtmauer und zum Münster. Es verbleibt Zeit zu einer individuellen ausführlichen Besichtigung des Münsters oder eines der zahlreichen Ulmer Museen.
Ein schöner Blick auf das Ulmer Münster, Oberschwaben und bei klarer Sicht bis zu den Alpen bietet sich vom Michelsberg.
In der Umgebung von Ulm gibt es einige einzigartige und spektakuläre Aufschlüsse in der Oberen Meeresmolasse mit großem Fossilreichtum. Diese Stellen liefern uns Auskünfte über das Klima und die Ablagerungsbedingungen der damaligen Zeit.
Fast hört man hier noch die Meereswellen - die fossile Steilküste des Molassemeeres auf der Schwäbischen Alb bei Heldenfingen: zahllose Löcher von Bohrmuscheln im Oberjura Kalkstein zeugen noch heute davon.
Ein Tag ist dem weitgehend dem Steinheimer Becken gewidmet - ein kleiner Meteoritenkrater mit einem außergewöhnlich gut erhaltenen Zentralkrater. Ungewöhnliche Gesteine gibt es hier - wie den hier abgebildeten Strahlenkalk ...
Vom Burgstall aus bietet sich wahrscheinlich der beste Überblick über das Steinheimer Becken. Hinter dem Ortsteil Sontheim erkennt man den Zentralhügel.
Im Wental unweit des Steinheimer Beckens gibt es eine wunderschöne Karstlandschaft zu bewundern. Spazierwege und Vesperplätze laden dazu ein, diese einzigartige Landschaft näher zu erkunden.
Das Nördlinger Ries wird ebenfalls aufgesucht. Es ist wohl der bekannteste Meteoritenkrater in Europa. Der Steinbruch Altebürg ist der erste Halt im Ries.
Im Zentrum des Rieskessels liegt die kleine mittelalterliche Stadt Nördlingen mit vollständiger Stadtmauer. Vom Kirchturm der Danielskirche bietet sich ein guter Rundblick über das Ries.
Wahrzeichen der mittelalterlichen Stadt Nördlingen ist der Kirchturm "Daniel" im Herzen der Altstadt.
Der Steinbrüch "Aumühle" gehört zu den wichtigsten Geotopen in Bayern und wird im Rahmen der Ries-Exkursion besucht.
Auf dem Rückweg wird das Eselsburger Tal gequert. Auch hier finden sich bizarre, turmartig verwitternde Karstformationen. Einige der Felsen sind auch zum Klettern freigegeben.
Abschließend gibt es noch ein Halt mit kleinem Spaziergang am Blautopf in Blaubeuren - eine der eindrucksvollsten und bekanntesten Karstquellen der Schwäbischen Alb.
Als Buchempfehlung für die Reise ist das nebenstehende Buch vom Pfeil Verlag in München zu erwähnen. Sie können das durchgehend farbig illustrierte und mit Karten ausgestattete Buch versandfrei zum offiziellen Verkaufspreis von 22,- € hier bestellen.
Etwas älter, aber nach wie vor die einzige wissenschaftliche Zusammenstellung der Geologie der Schwäbischen Alb unter besonderer Berücksichtigung der Fossilien ist der nebenstehende Geologische Führer. Auch diesen "Klassiker" können Sie natürlich hier direkt versandkostenfrei zum Preis von 25,- € bestellen.
Die Veranstaltung ist ein Beitrag von Geotourist Freiburg im Rahmen des UNESCO Aktionsplans zum Jahr der Erde zur Förderung allgemeinverständlicher Angebote aus dem Bereich der Geowissenbschaften.
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