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Impressum

Matthias Geyer ist Geologe (Studium in Tübingen, Würzburg und Neuchâtel) und nach Tätigkeiten am Geologischen Museum in Lausanne und am Landesamt für Geologie, Bergbau und Rohstoffe in Freiburg seit 10 Jahren als selbständiger Geologe und Fachübersetzer tätig und zusätzlich an der PH Freiburg, und seit dem SS 2006 an den Instituten der Geowissenschaften mit Lehraufträgen für den Bachelorstudiengang betraut. Bereits in den vergangenen Jahren wurden Anfänger-Exkursionen in den Kaiserstuhl und in den Hegau durchgeführt. Mittlerweile stehen auch die Termine für das Sommersemester 2012 fest. Weitere Informationen zu den Exkursionen finden Sie in den nachstehenden Absätzen. Beachten Sie bitte die Anmeldeformalitäten auf den Seiten der Institute für Geowissenschaften an der Universität Freiburg. Bei zusätzlichen Fragen können Sie auch noch ein E-Mail senden.



Samstag, 8. Juni 2013: Molasse in der Steiluferlandschaft bei Sipplingen

Vom Bahnhof Sipplingen aus geht es durch den Ort hinauf in den Wald und entlang des neuen geologischen Erlebnisweges zum Haldenhof. Oben angekommen, eröffnet sich ein herrliches Bodenseepanorama. Im weiteren Verlauf führt der Weg zu einem weiteren Aussichtspunkt unterhalb der Bodenseewasserversorgung und schließlich bergab zu den 7 Churfirsten oberhalb der Süßenmühle, die als eindrucksvolle Erosionsreste einen weiteren Höhepunkt der Exkursion darstellen (vgl. Abbildung). Wenn die zeit noch reicht, wird die Gletschermühle bei Überlingen-Goldbach aufgesucht. Den Abschluss bildet eine ausführliche Geröllanalyse der Strandkiese des Bodensees in Sipplingen. Die Gesamtstrecke an diesem Tag beträgt 12 km (mit Gletschermühle 16 km).


Sonntag, 9. Juni 2013: Hegau-Vulkanismus - Feuer, Eis, Wasser

Das Programm ist in etwa wie folgt:              1 Panorama Raststätte Hegau-West (A 81) oder Aussichtspunkt „Hegaustern“
2 Hohenstoffeln („Hegau-Basalt“) inkl. Mittagspause (ohne Einkaufsmöglichkeit)
3 Duchtlinger Pass (Deckentuffe)
4 Hohenkrähen (Phonolith)
5 Randen („Hegau-Basalt“)                          Die Stationen sind so ausgewählt, daß ein vollständiger Überblick zum Hegau-Vulkanismus gegeben wird und auch die eiszeitliche Überprägung und damit die Entstehung der heutigen Landschaft nicht zu kurz kommt.



Freiburg und Staufen: Einführungsexkursion

Termin A: Samstag, 3. November 2012
Termin B: Sonntag, 4. November 2012
Termin C: Sonntag, 18. November 2012

Vom Treffpunkt ging es zuerst am Landesamt für Geologie vorbei in den Stadtpark zum Mozartsteg. Dort wartete die östliche Hauptgrabenrandverwerfung des Oberrheingrabens auf uns. Nach einem landschaftlichen Aus- und Überblick vom Schlossberg aus ging es über das Schwabentor zum  Adelhauser Platz und dann zum Münster. Was das Freiburger Münster geologisch zu bieten hat, warum es auf quartären Schotter der Dreisam steht, obwohl der benachtbarte Schlossberg in knapp 200 m Entfernung aus alten metamorphen Gesteinen besteht, was der Oberrheingraben mit Erdbeben, Bergbau und Thermalbädern zu tun hat - das und noch mehr ist Themenschwerpunkt im ersten Teil der Tagesexkursion. Auch das Straßenpflaster und andere Bausteine in der Innenstadt wurden betrachtet, bevor es zum zweiten Teil der Exkursion mit Zug und Bus nach Staufen ging ...

... Ein Riß in einer Hauswand! Das hat wohl jeder schon einmal gesehen. Aber in Staufen haben die Risse eine ganz bestimmte Ursache: Hier ging nämlich bei einer Geothermiebohrung etwas schief. Als Folge drang Wasser in die Anhydrit führenden Lagen des Gipskeupers ein und verursachte dort eine teilweise Umwandlung von Anhydrit in Gips - dummerweise ist dieser Vorgang mit einer Volumenzunahme verbunden. Dadurch kam es im historischen Ortskern von Staufen zu Hebungen im dm Bereich, Räume wurden unbewohnbar usw. Verständlich, dass man in Staufen Geologen etwas argwöhnisch betrachtet. Neben diesem Georisiko hatten wir aber auch vom Staufener Schlossberg aus einen Landschaftsüberblick. Auch ein Vergleich der geologischen Lage beider Städte stand auf dem Programm. 



Termin A: Samstag, 16. Juni 2012       
Termin B: Sonntag, 17. Juni 2012
Tagesexkursion in die Vulkanlandschaft Hegau

An beiden Tagen wird ein möglichst identisches Programm durchgeführt. Nach einem Aussichtshalt und der Einführung an einem geeigneten Panoramapunkt wird der Hohenstoffeln als vertreter der "Hegaubasalte" bestiegen. Anschließend werden die Deckentuffe und die darin enthaltenen Lapilli aufgesucht, bevor als weiterer Punkt der Hohenkrähen als Vertreter der Phonolithe auf dem Programm steht. Der Hohentwiel als weithin sichtbare Hausberg von Singen ist der bekannteste Vertreter der Phonolithschlote im Hegau und wohl auch der bekannteste aller Kegelberge im Hegau. der Hohentwiel wird als Beispiel für die glaziale Überprägung der Landschaft gewählt. Abschließend wird - sofern die zeit noch reicht - der "Blaue Stein" bei Randen aufgesucht ("Hegau-Basalt").

Programm (Änderungen vorbehalten):

1 Panorama Raststätte Hegau-West (A 81) oder Aussichtspunkt „Hegaustern“
2 Hohenstoffeln („Hegau-Basalt“) inkl. Mittagspause (ohne Einkaufsmöglichkeit)
3 Duchtlinger Pass (Deckentuffe)
4 Hohenkrähen (Phonolith)
5 Randen („Hegau-Basalt“)

Vorbesprechung:

Als verpflichtender Bestandteil für alle TeilnehmerInnen und Teilnehmer gab es eine gesondert angekündigte Vorbesprechung im Sommersemester. Dabei wurden die Grundzüge der Geologie des Hegaus in Wort und Bild vorgestellt; dies war Grundlage für den Einführungsteil des Exkursionsprotokolls. 

  

17. - 19. Mai 2012: Bodensee - Vorarlberg 

Eine dreitägige Exkursion ausschließlich mit ÖPNV (Bahn, Bus und Bergbahn) in die Steiluferlandschaft zwischen Sipplingen uind Überlingen am Bodensee, ein ganzer Tag rund um den Pfänder bei Bregenz (idealerweise mit Blick auf Lindau: vgl. Abbildung) und am letzten Tag noch eine teilweise Durchquerung der Rappenlochschlucht und der Alplochschlucht bei Dornbirn. Die Übernachtung mit Frühstück und Abendessen war im Jugendgästehaus Bregenz, etwa 100 m vom Bodenseeufer und etwa 5 Minuten vom Bahnhof und 10 Minuten von der Innenstadt. Themen waren Molasse, glaziale Überprägung der Landschaft, Sedimentgeologie und ein kleiner Vorgeschmack auf künftige Alpenexkursionen.   

Vorbesprechung: Als verpflichtender Bestandteil für alle TeilnehmerInnen und Teilnehmer fand am 26. April 2012 eine gesondert angekündigte Vorbesprechung statt. Dabei wurde das Programm der Exkursion in Wort und Bild vorgestellt; der fachlich Inhalt der Vorbesprechung ist Grundlage für den Einführungsteil des Exkursionsprotokolls. Die Teilnehmerzahl ist aus logistischen Gründen (Baden-Württemberg Ticket und Quartier) auf 24 Teilnehmer begrenzt. Priorität haben Studierende der Jahrgänge BSc 2 und 4. Nochmals zur Erinnerung: Die exkursion mit mit Bahn und Bus statt, daher im eigenen Interesse auf "kleines" Gepäck achten, da der Rucksack am 1. und 3. Tag getragen werden muss. Die täglichen Strecken betrugen ca 10 - 12 km: Übrigens: Die wichtigsten Punkte zum Gelingen einer Exkursion sind gute Laune, Interesse, gegenseitige Unterstützung und eine gewisse Belastbarkeit. Und das hat prima geklappt!    

Programm (Änderungen vorbehalten):

Donnerstag, 17. Mai 2012
Treffpunkt ist um 7h30 beim Treppenaufgang zum Bahnsteig. Dort findet die Ausgabe der Fahrkarten statt. 7 h 42 (!) Abfahrt Freiburg Hbf (Dieser Zug fährt garantiert pünktlich!) voraussichtlich Gleis 6; aber bitte vor Ort informieren. Auf Nachzügler kann nicht gewartet werden. Also bitte entsprechend rechtzeitig kommen.
Anfahrt über Neustadt – Donaueschingen – Radolfzell – Singen –  Sipplingen – Überlingen – Friedrichshafen – Lindau - Bregenz
Aufschlusspunkte:
Sipplingen: Haldenhof (Molasse und Eiszeitliche Deckenschotter)
Sipplingen: Churfirsten (Erdpyramiden)
Überlingen: Stadtgraben (Molasse)
18 h  Ankunft Jugendgästehaus Bregenz 
18 h 30 Abendessen

Freitag, 18. Mai 2012
8 h 10 Treffpunkt Foyer Jugendgästehaus; bitte mit dem Aufstehen und Frühstücken entsprechend vorplanen. Auch bei gutem Wetter bitte einen Regenschutz mitnehmen, da am Pfänder das Wetter schnell umschlagen und der Regen dann kräftig sein kann (Steigungsregen!).
8 h 27 Abfahrt Stadtbus Bregenz Haltestelle vor dem Jugendgästehaus Bregenz
Bregenz Jugendgästehaus – Pfänderbahn Talstation – Seilbahn – Bergstation.

Aufschlusspunkte:
Pfänder (Panorama, Molasse, glaziale Überprägung)
Gebhardsberg (Molasse)
Bregenzer Aach (Molasse) sofern noch Zeit vorhanden
Bregenz Landesmuseum – Bregenz Jugendgästehaus
18 h 30 Ankunft Jugendgästehaus Bregenz 
19 h Abendessen

Samstag, 19. Mai 2012
7 h 45 Treffpunkt Foyer Jugendgästehaus; bitte mit dem Aufstehen und Frühstücken entsprechend vorplanen. Außerdem müssen die Zimmer geräumt werden.  
8 h 13 Abfahrt ÖBB Bhf Bregenz Gleis 4
8 h 40 Stadtbus 7 Bregenz – Dornbirn – Gütle; Stadtbus und Landbus in Dornbirn sind für die Exkursion vorbestellt; das gilt auch für die Rückfahrt zum Bahnhof nach Dornbirn. Daher muss der angegebene Fahrplan unbedingt eingehalten werden.  

Aufschlusspunkte:
Rappenlochschlucht (Molasse / Helvetikum / Georisiken)
Staufensee (Sedimentologie)
Alplochschlucht (Helvetikum)
Alplochschlucht – Gütle – Dornbirn
14 h 08 Abfahrt Dornbirn; Vor der Rückfahrt besteht eine kurze Einkaufsmöglichkeit im Supermarkt am Bahnhof in Dornbirn.
Rückfahrt von Dornbirn über Bregenz – Lindau – Friedrichshafen – Radolfzell – Donaueschingen – Neustadt – Freiburg18 h 18 Freiburg Hbf



Freiburg – Staufen
Termin A: Sonntag, 30. Oktober 2011       
Termin B: Dienstag, 1. November 2011

Vom Treffpunkt ging es zuerst am Landesamt für Geologie vorbei in den Stadtpark zum Mozartsteg. Dort wartete die östliche Hauptgrabenranverwerfung des Oberrheingrabens auf uns. Nach einem landschaftlcihen Aus- und Überblick vom Schlossberg aus ging es zuerst zum Adelhauser Platz und dann zum Münster. Was das Freiburger Münster geologisch zu bieten hat, warum es auf quartären Schotter der Dreisam steht, obwohl der benachtbarte Schlossberg in knapp 200 m Entfernung aus alten metamorphen Gesteinen besteht, was der Oberrheingraben mit Erdbeben, Bergbau und Thermalbädern zu tun hat - das und noch mehr war Themenschqwerpunkt im ersten Teil der Tagesexkursion. Auch das Straßenpflaster und andere Bausteine in der Innenstadt wurden betrachtet, bevor es zum zweiten Teil der Exkursion nach Staufen ging ...

... Ein Riß in einer Hauswand! Das hat wohl jeder schon einmal gesehen. Aber in Staufen haben die Risse eine prekäre Ursache: Hier ging etwas bei einer Geothermiebohrung schief. Als Folge drang Wasser in die Anhydrit führenden Lagen des Gipskeupers ein und verursachte dort eine teilweise Umwandlung von Anhydrit in Gips - dummerweise ist dieser Vorgang mit einer Volumenzunahme verbunden. Dadurch kam es im historischen Ortskern von Staufen zu Hebungen im dm Bereich, Räume wurden unbewohnbar usw. Verständlich, dass man in Staufen Geologen etwas argwöhnisch betrachtet. Neben diesem Georisiko hatten wir aber auch vom Staufener Schlossberg aus einen Landschaftsüberblick konnten Vergleiche mit der Situation von Freiburg anstellen.

Informationen zur Exkursion gibt es auch auf meiner studi-vz Seite.

Exkursionen machen hungrig und durstig. Wie in den vergangenen Jahren ging eine größere Gruppe nach der Exkursion zum Spagettiessen in der Brennessel.



28. und 29. Mai 2011: Hegau - Feuer, Eis, Wasser

Am Samstag, den 28. Mai und am Sonntag, den 29. Mai fand jeweils eine ganztägige Tages-Exkursion für die BSc2 in den Hegau statt. Das Programm ist jeweils identisch und ist hier eingestellt. Die Gruppenzugehörigkeit kann ohne vorherige Rücksprache mit der Exkursionsleitung aus versicherungstechnischen Gründen nicht mehr geändert werden.

Wer noch keine Basaltsäulen "in echt" gesehen hatte, konnte sich am Hohenstoffeln im ehemaligen Steinbruch ein Bild machen bzw. eine Skizze für das Feldbuch anfertigen. Der Hohenstoffeln war die wichtigste Station auf der Tagesexkursion. Anschließend wurden die Lapillituffe am Duchtlinger Pass und der Phonolith am Hohentwiel in Augenschein genommen. Am ersten Tag war es morgens noch etwas kühl aber am zweiten Tag war den meisten schon um die Mittagszeit viel zu heiß! Das kann aber auch an der raschen Bewältigung der 300 Höhenmeter vom Bus zum Gipfel des Hohenstoffeln in 40 Minuten gelegen haben. Die glaziale Überprägung konnte vor allem am Hohentwiel eindrucksvoll gezeigt werden; der Ausblick auf den Bodensee war auch zur Abrundung wichtig.  

Programm:
9 h: Zimmerholz Aussichtspunkt Hegaublick (Hegau-Panorama)
10 h: Immendingen, Gundelhof: Höwenegg (Deckentuffe)
11 h: Weiterdingen: Hohenstoffeln (Hegau-Basalt)
14 h 30: Duchtlingen: Duchtlinger Pass (Deckentuffe mit Lapilli)
ab 15 h: Singen: Hohentwiel (Phonolith, Deckentuffe und glaziale Überprägung)

Übrigens: Unter meinem Namen gibts zum Thema Hegau im Studivz ein Photoalbum. Und noch ein Hinweis: Auf meinen Programmseiten findet Ihr viele andere Exkursionsvorschläge. Das sind keine echten Fachexkursionen, aber Lernen kann man da auch etwas. Die Teilnahme an den Tagesangeboten ist für die Studierenden der Geowissenschaften der Uni Freiburg nach Voranmeldung frei.   



8. November, 15. November und 27. November 2010: Stadtexkursionen Freiburg und Staufen

Wegen der großen Zahl von 112 (!) Erstsemestern war leider eine Aufteilung in drei Gruppen erforderlich. Wegen des vollen Stundenplans war es auch unumgänglich, die Tagesexkursion in zwei Teile zu splitten:

Termin A: 8. November 8:30h – 10:30h Freiburg + 27. November 8:45h – 11:45h Staufen
Termin B: 8. November 16:00h – 18:00h Freiburg + 27. November 11:45h – 14:45h Staufen
Termin C: 15. November 16:00h – 18:00h Freiburg + 27. November 14:45h – 17:45h Staufen

Die Exkursion war speziell an den Kenntnisstand der Erstsemester angepasst. Zur Bescheinigung einer Exkursion gehörte ein Exkursionsbericht.

Der Buntsandstein ist ein wichtiger Baustein in Freiburg. Wo wurde er abgebaut?

Die Geologin / der Geologe richtet den Blick nach unten. Die Straßenpflasterung ist spannender als dies auf den ersten Blick erscheinen mag.

Staufen bewegt sich - nur leider so, wie sich das die Bewohner natürlich nicht vorgestellt haben. Was sind die Gründe und möglichen Ursachen für die zahlreichen Risse in der historischen Innenstadt rund um das Rathaus? Welche Abhilfe ist möglich? Kann so etwas auch woanders passieren?

Damit nach der doch arg verregneten Stadtexkursion ein wenig Zeit zum Reden oder Fragen blieb, traf sich ein "Tisch voll" am 15. November zu einem gemeinsamen Spagetti-Essen in einem stadtbekannten Lokal im Stühlinger ca. 18h30.

Die Exkursionsbedingungen in Staufen waren winterlich und kalt. Für die erste Gruppe bedeutete dies -12°C am Startpunkt in Staufen am Bahnhof (Photo Daniel Ben-Yehosua, Uni Freiburg).

Der Schloßberg von Staufen (Photo Florian Grimm, Uni Freiburg) als Teil der Vorbergzone zwischen Oberrheingraben und Schwarzwald besteht z. T. aus Hauptrogenstein. Wegen der Schneebedeckung konnte das Gestein allerdings nur in den Weinbergmauern bzw. in den Mauern der Burgruine Staufen untersucht werden.

Der Ausblick vom Schloßberg hingegen bot - zumindest für die ersten beiden Gruppen - ein tolles Geopanorama (Photo Daniel Hille, Uni Freiburg): Man erkennt den Talaustritt des Neumagens bei Staufen, den Schwemmfächer, dessen Erhöhung ein bevorzugtes Siedlungsgebiet darstellte und im Hintergrund Grunern mit dem Fohrenberg. Die Einmuldung links des Fohrenberges weist auf den Verlauf der Rheingrabenrandverwerfung hin.



5. Juni - 7. Juni 2009: Steiluferlandschaft am Bodensee, Pfänder und Rappenlochschlucht

"Öko"-Exkursion: Wir fuhren mit dem Zug! Dadurch war die Veranstaltung auch preiswerter.  Der Rucksack musste also während des ersten und dritten Tages getragen werden. Das Wetter ... kann man auch auf Exkursionen nicht ändern. Der erste und der letzte Tag war überraschend schön und warm. Für die Pfänder-Exkursion öffnete Petrus allerdings seine Schleusen - zu weit, nach einhelleiger Meinung der 20 Teilnehmer. Konnte der Abstieg vom Pfänder mit gerafftem Programm noch durchgeführt werden, so musste das Nachmittagsprogramm an der Sandplatte in der Bregenzer Aach gestrichen werden. Dafür fand ein "Trockenseminar" im Flur des Jugendgästehauses in Bregenz statt.   

Am ersten Tag fand eine ausgedehnte Wanderung in der Sipplinger Steiluferlandschaft statt. Das Panorama vom Haldenhof auf den Überlinger See mit Sipplingen, die Mainau und den Bodanrück verfehlten ihre Wirkung nicht. Die am ersten Tag angetroffenen Gesteine wurden am Pfänder teilweise erneut angetroffen und bestimmte Phänomene am dritten Tag rezent beobachtet.

Bei den Sieben Churfisten wurde eine Aufschlusskizze angefertigt. 3 km gab es dann am Nachmittag ab der Süßenmühle noch extra, weil der Linienbus an diesem Tag aus einem 12 Sitzer Kleinbus bestand ... und die Exkursionsteilnehmer daher nach Sipplingen laufen mussten.

Hier ist das Beispiel einer gelungenen Aufschluss-Zeichnung eines Teilnehmers (im Original natürlich wesentlich besser!). Wichtig ist z. B. auch die Angabe eines Maßstabes, wie dies im vorliegenden Fall auch am linken Bildrand geschehen ist.

Der zweite Tag war am Vormittag dem Pfänder gewidmet. Leider ist das nebenstehende Bild vom Juni 2008. Denn dieses Mal regnete es in Strömen. Aus diesem Grund musste auch das Programm abgekürzt werden: die Besteigung des Gipfels fiel ebenso aus wie der Panoramablick auf den Bodensee und die Alpen. Die Freizeit bestand an diesem Tag vor allem in den unterschiedlichen Versuchen die durchnässte Kleidung und die Schuhe bestmöglichst zu trocknen.

Der Tag  in der Rappen- und Alplochschlucht war eindrucksvoll. Nicht nur, dass die Wolkendecke sehr rasch aufriss, auch die tief eingeschnittenen Schluchten verfehlten Ihre Wirkung auf die Teilnehmer nicht. Falten, Harnische, Rutschungen, Rippelmarken und vieles mehr wurde bei der Schluchtenquerung beobachtet.

Zum Abschluß gab es noch eine abenteuerliche Fahrt mit dem Vorarlberger Landbus nach Ebnit-Heumöser zu einer späten Panorama-Mittagspause. 

Auf der Rückfahrt legte der Fahrer unseres Sonderbuses sogar noch zwei Geo-Photostopps für die Exkursion ein. Ab Dornbirn verlief auch alles nach Plan; alle Anschlüsse wurden erreicht, auch wenn die Züge wegen des Endes der Pfingstferien ziemlich überfüllt waren.    



1. Februar 2009: Kalisalz im Elsaß und in Südbaden

Tagesexkursion nach Wittelsheim bei Mulhouse und Buggingen im Markgräfler Land. Dort Empfang durch Vertreter von Kalivie, einem Verein, der sich dem Erhalt und der Weitergabe des Kalibergbaus im Elsaß verschrieben hat. Nach einer kurzen Einführung im Freigelände stand zuerst eine Besichtigung der weltgrössten Salzsammlung mit Bohrkernen, Mineralien und einer stratigraphischen Sammlung an. Erklärungen zur Entstehung der Lagerstätten sowie des Oberrheingrabens und Erläuterung der Arbeitsbedingungen in den Elsässer Kalisalzminen in der "Salle des pendus" (Umkleideräume; vgl. nebenstehende Abbildung) ergänzten den Vormittag- Die Problematik der Endlagerung von Giftmüll im Salz wurde angesprochen Die Mittagspause fand im Museum in Wittelsheim statt.

Dann Fahrt zum "Salzhügel" bei Buggingen (vgl.nebenstehende Abbildung); dort Hinweise zu den Gefahren der Grundwasserversalzung im Oberrheingraben als Spätfolge des Kaliabbaus, anschließend Besuch des kleinen Kalimuseums in Buggingen mit Filmvorführung und Befahrung des in der Nähe des Sportplatzes von Buggingen gelegenen kleinen Besucherstollens. Der Abschluss mit Informations- und Fragerunde fand im neuen, noch nicht ganz fertiggestellten Kali-Museum in Buggingen statt. Diese Exkursion richtete sich in erster Linie an Erstsemester, war jedoch auch für Nebenfächler zugelassen. Insgesamt nahmen 31 Studierende an der Veranstaltung teil.

  

19. November 2008: Freiburg (Geologische Stadtexkursion)

Nach einem einführenden Überblick zur geologischen Situation Freiburgs erfolgte ein Kurzbesuch beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in der Albertstraße. Danach wurde die Schwarzwaldrandverwerfung im nahen Stadtgarten erkundet, ein Brunnen in der Konviktstraße untersucht und in der Gerberau die Lage des Augustinerplatzes in Anschein genommen und anhand der geologischen Karte erläutert. Weitere Punkte waren das Straßenpflaster vor dem Schwabentor sowie in anderen Teilen der Innenstadt und schließlich das Münster (Bausteine, Sanierung und Baufinanzierung). Bei dem Stadtrundgang gingen wir auch den Hinweisen auf alten Bergbau und Edelsteinschleiferei im Stadtbild nach. Die Stadtexkursion sollte insbesondere Studienanfängerinnen und Studienanfängern die Möglichkeit geben, ihren Hochschulort einmal mit anderen Augen zu betrachten.




Diese Exkursion war speziell für das 2. Semester BSc konzipiert. „Feuer, Eis, Wasser“ sind die Schlagworte zur Beschreibung der Vulkan- und Burgenlandschaft Hegau am Nordwestrand des Bodensees. Die Anfahrt erfolgte über Donaueschingen nach Engen. Hier gab es einen Panoramahalt sowie eine kurze Einführung (Erd- und Landschaftsgeschichte, Tertiärer Vulkanismus in Baden-Württemberg, glaziale Überprägung). Anschließend wurden verschiedene vulkanische Bildungen aufgesucht, wobei der Schwerpunkt am Hohentwiel gelegt wurde. Hier konnten alle Teilnehmer auf "Lapillijagd" gehen (vgl. Abbildung)


Diese Exkursion an den Südwestrand der Vogesen ist speziell für das 2. bis 4. Semester BSc konzipiert. Nach Anfahrt über Mulhouse ins Dollertal bei Masevaux gibt es zur Einstimmung verschiedene Aufschlüsse im "Sentheimer Bruchfeld" (hauptsächlich Mesozoikum sowie das eozäne Küstenkonglomerat). Die Weiterfahrt führt über Masevaux nach Sewen, am teilweise verlandeten "Lac de Sewen" vorbei und über eine enge Straße zum "Lac d'Alfeld". Hier einige Angaben zur Staumauer und Besuch eines Gletscherschliffes und danach der Aufstieg zur Wasserfall-Hütte (recht steil): Hinweise zum alter Bergbau, Panoramablick. Hier ist wahrscheinlich auch Mittagspause. Bei genügend Zeit wird noch zum Ballon d'Alsace gefahren. Auf dem Rückweg wird eine kleine Seitenstraße gewählt, die unterhalb des Ballon d'Alsace nach Sewen abzweigt; hier sind Magmatite anzutreffen. Die genaue Route wird kurzfristig witterungsabhängig festgelegt. Mehrere Fußmärsche sind eingeplant. 

Eine Einführung gab es im Bruchfeld von Sentheim im Dollertal

Mittags- und Badepause war am Stauweiher von Alfeld unterhalb des Ballon d'Alsace 


Diese Exkursion war speziell für das 4. Semester BSc konzipiert. Bei 8 Teilnehmern war intensive Feldarbeit angesagt. Das Wetter war phantastisch und trug ebenfalls zum Gelingen der Exkursion bei. Der Hegau-Teil des diesjährigen Programms unterschied sich natürlich vom Angebot auf der Exkursion im SS 2007! Auf der Anfahrt wurde der "Blaue Stein" bei Randen sowie der "Riedöschunger Travertin" angefahren. Danach erfolgte ein kurzer Halt in Tengen und nach der Mittagspause eine Besteigung des Hohenstoffeln. Ein Abstecher nach Stein am Rhein war der Geologie des Schiener Berges gewidmet.

Abends erfolgte ein (freiwilliger) Rundgang am Hohentwiel mit Messung der Radioaktivität und Aufspüren von uranhaltigen Krusten (leider ohne Erfolg - dafür aber mit spektakulärem Ausblick)

Am zweiten Tag war der Mägdeberg die erste Station. Schwerpunkt des restlichen Tages bildete dann nach einem kurzen Überblick die Entstehungsgeschichte des Bodensees (wirklich nur ein "Kind der Eiszeit"?) und die tertiäre Schichtenfolge in der Bohlinger Schlucht und in der eindrucksvollen Molasse-Steiluferlandschaft zwischen Überlingen und Sipplingen. Schließlich wurden noch die Churfirsten und der Stadtgraben in Überlingen, aufgesucht. Den Abschluß bildete der Haldenhof oberhalb von Sipplingen.

Der erste Halt war der Blaue Stein bei Randen

Eher zufällig wurde die wohl teuerste Brücke Deutschlands entdeckt ... allerdings wurde die Aachbrücke in Singen im Inflationsjahr 1923 erbaut!

Der Hohenstoffeln war das Hauptziel des ersten Tages. Es wurde geklettert und gesammelt - trotz großer Hitze!

Abends gab es noch ein Angebot für Unermüdliche: Uranjagd am Hohentwiel! Auch wenn wir trotz UV Lampe keine radiaktiven Krusten finden konnten - die Lichtverhältnisse waren eindrucksvoll!

Etwas ermattet war die Gruppe am vorletzten Halt des zweiten Tages. Dabei ist die Gezeitenschichtung in den Molasseschichten des Überlinger Stadtgrabens absolut einmalig!




Am 22. November 2007 fand auf freiwilliger Basis - also auch ohne Protokoll und Exkursionsbescheinigung - eine Stadtexkursion in Freiburg statt, dabei wurde ein Kurzbesuch im Landesamt für Geologie abgestattet, die Schwarzwaldrandverwerfung im Stadtgarten erkundet, ein Brunnen in der Salzstraße untersucht und in der Gerberau die Lage des Augustinerplatzes in Anschein genommen. Zum Abschluß des offiziellen Teiles wurden das Straßenpflaster am Schwabentor (Abbildung) und die Bausteine des Münsters untersucht, wobei natürlich ein Hinweis auf den Silberbergbau in Schauinsland nicht fehlte. Ergänzende Erklärungen gab es zur Stadtarchäologie und -geschichte. Danach gingen die meisten Teilnehmer in ein stadtbekanntes Lokal im Stühlinger zum Spaghetti essen.




Einführung in die Geologie des Kaiserstuhl (Lage, Aufbau, Tertiärer Vulkanismus) mit klassischen Aufschlüssen (Achkarren, Badberg, Burkheim, Limburg, Niederbötzingen) und einem Panoramahalt am Aussichtspunkt Mondhalde.


„Feuer, Eis, Wasser“ sind die Schlagworte zur Beschreibung der Vulkan- und Burgenlandschaft Hegau am Nordwestrand des Bodensees. Die Anfahrt erfolgt über Donaueschingen nach Engen. Hier gab es eine Einführung (Erd- und Landschaftsgeschichte, Tertärer Vulkanismus, glaziale Überprägung). Anschließend wurden verschiedene vulkanische Bildungen aufgesucht (Hohentwiel, Hohenkrähen, Hewenegg). Die genaue Route wurd kurzfristig witterungsabhängig festgelegt. Mehrere Fußmärsche waren Teil des Programms. 


Nach Anfahrt über Mulhouse ins Dollertal gab es zur Einstimmung verschiedene Aufschlüsse im „Sentheimer Bruchfeld“ (hauptsächlich Mesozoikum sowie das eozäne Küstenkonglomerat). Weiterfahrt über Masevaux nach Sewen und zum „Lac d'Alfeld“(Gletscherschliff, etwa 2h Aufstieg zur Wasserfall-Hütte: alter Bergbau, Panoramablick). Dann erfolgte die Weiterfahrt zum Ballon d'Alsace. Auf dem Rückweg wurden entlang der "Route touristique de Sewen" noch Magmatite angesehen.  




Die Erd- und Landschaftsgeschichte des Kaiserstuhls war zentrales Thema dieser Einführungsexkursion: Achkarren, Badberg, Bickensohl, Burkheim und Sasbach wurden angefahren. Am Panoramahalt "Aussichtspunkt Mondhalde" war Mittagspause. Hier bot sich ein sehr guter Fernblick und Zusammenhänge  zwischen Landschaftsbild und Erdgeschichte wurden angesprochen.


Zweitägige Exkursion in die Vulkanlandschaft Hegau am Nordwestrand des Bodenseebeckens. Nach einführendem Panoramahalt an der Raststätte "Hegau-West" wurden unterschiedliche Aufschlüsse an den verschiedenen Vulkanen besucht (Hohentwiel, Hohenkrähen, Höwenegg). Dabei wurden auch 1-2 stündige Wanderungen "eingebaut". Ein Besuch am Rheinfall bei Neuhausen in der Schweiz und im Museum Fischerhaus in Öhningen rundete die Veranstaltung ab.  Die Übernachtung mit Halbpension fand in der Jugendherberge Singen statt. 

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